Ein empathischer Tagträumer singt seine Lieder im Bad Hersfelder Buchcafé

Zeit für Selbstreflexion

Shiregreen, alias Klaus Adamaschek (Zweiter von links), hat sich für seine Musik kompetente Verstärkung organisiert. Der Geiger Lukas Bergmann (rechts außen) und der Akkordeonspieler Sascha Schmitt (links außen) komplettierten beim Livekonzert am Samstagabend im Bad Hersfelder Buchcafé das Ensemble des Rotenburger Künstlers. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Der Rotenburger Singer-Songwriter Shiregreen, alias Klaus Adamaschek, hat erneut getextet und komponiert.

Sein neuestes, sechstes Album „The stories I could tell“ ist dabei entstanden und nach dem großen Erfolg seines vorherigen Konzept-Albums „Trails“, für welches er sechs Monate lang die USA bereiste, konnte man schon sehr gespannt sein, wohin die Reise diesmal geht.

Zur Überraschung nicht weniger Zuhörer ging die „Reise“ größtenteils wieder zurück ins Innere des nachdenklichen Künstlers.

Bei seinem Konzert im Bad Hersfelder Publikum präsentierte Shiregreen neben einigen älteren Liedern natürlich überwiegend Lieder seiner neuen CD. Die Songthemen seiner neuen „Scheibe“ sind diesmal deutlich geerdet.

Liebe, Sehnsucht, Fernweh

Shiregreen ist inzwischen 55 Jahre alt, da war es für den sympathischen Sänger offensichtlich einmal Zeit für eine größere Selbstreflexion. Shiregreens Songs beinhalten aber weiterhin auch die klassischen Liedermacherthemen wie Liebe, Sehnsucht und Fernweh. Besonders scheinen Shiregreen Züge zu inspirieren, dies ist allerdings gar nicht so weit hergeholt, schließlich lebt der Musiker in einem alten Bahnwärterhäuschen direkt an einer vielbefahrenen Bahnstrecke und kann von seinem Gartenzaun aus direkt in die vorbeifahrenden Züge hineinschauen.

Gerne sitzt Shiregreen unter seinem „Liedermacherbaum“ im Garten, an diesem friedlichen Ort „wachsen“ quasi die Lieder des Rotenburgers. Auf der Bühne präsentierte Shiregreen zwei neue Begleitmusiker, Sascha Schmitt am Akkordeon, Klavier und Xylofon und Lukas Bergmann an der Geige. Gemeinsam mit seinen beiden „Neuen“ und seinem Sohn Paul an Bass und Klavier kreierte Shiregreen einen exzellenten Livesound, der das Publikum sofort überzeugte.

Der Mix aus authentischen American-Folk-Arrangements und der entspannten, sehr tiefen und wohlklingenden Gesangsstimme von Klaus Adamaschek kam beim Bad Hersfelder Publikum sehr gut an. Sein zweieinhalbstündiges Konzert honorierten die Zuhörerinnen und Zuhörer im Bad Hersfelder Buchcafé schließlich mit lautstarkem, langanhaltendem Applaus.

Von Werner Rödiger

Kommentare