250 Dinge (123): „Dick Büch“ in Philippsthal

Aus zehn kleinen Buchen wurde eine

Liebevoll betreut worden ist die „Dicke Buche“ bei Philippsthal offensichtlich in ihrer Entstehungszeit. Sie ist aus zehn Jungtrieben zusammengewachsen. Foto:  HZ-Archiv

Philippsthal. Am Waldrand oberhalb des Wohngebietes der neu gestalteten Straße „Tiefenkeller“ in Philippsthal steht eine ehrwürdige Buche. Die Bewohner des Tiefenkellers nennen sie auf platt „Dick Büch“ die anderen „Dicke Buche“. Das passt, denn der Umfang beträgt etwa vier Meter. Vermutlich ist diese Buche so alt wie die HZ oder noch viel älter.

Sie ist es wert geschützt zu werden. Deshalb wurde vor einiger Zeit Bürgermeister Ralf Orth um Hilfe bei der Beantragung als Naturdenkmal gebeten. Frank Dittmar von der Naturschutzbehörde des Landkreises wurde unterrichtet.

Anwohner vermuten, dass ehemals vor vielen Jahren etwa zehn Jungtriebe gebündelt eingepflanzt wurden. Damit diese aufwachsend nicht auseinanderfielen wurden sie offensichtlich ständig drehend liebevoll betreut. Der Betrachter kann deutlich auch unten am Stamm alle zehn ehemaligen Sprösslinge betasten. Nach oben blickend sind es nur noch fünf.

Auf diese Weise hebt sich die Buche von ihren Artgenossen aus der Umgebung ab. Buchen wachsen sonst meistens aus zwei bis drei Jungtrieben nur im unten Bereich zusammen und bilden keinen gemeinsamen Stamm.

Weil in der Zeit der Baum-Entstehung viele Familien mit Kindern und Großeltern zusammen oftmals zehn Personen zählten, hat Rainer Köberich den auffälligen Baum „Familienbuche“ genannt.

Kommentare