Modellschule Obersberg pflegt die deutsch-polnische Freundschaft ganz praktisch

Zehn Jahre Partnerschaft

Bad Hersfeld. Zur Feier des zehnjährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen beiden Bildungseinrichtungen erhielt die Modellschule Obersberg Besuch von 23 Schülern und Schülerinnen der polnischen Partnerschule Zespól Szkól Nr. 2 aus Dzialdowo, die von ihrem Schulleiter, drei Lehrerinnen und einem Musikpädagogen begleitet wurden.

Im Mittelpunkt des Treffens stand die Erneuerung der Freundschaft durch den neuen Obersberg-Chef Karsten Backhaus und seinen polnischen Kollegen Wieslaw Smereczynski.

Direktor Smereczynski betonte in seiner Rede die Werte Solidarität, Verständigung und Freundschaft und dankte für die Zusage, die Partnerschaft fortzusetzen. Schulleiter Backhaus und Direktor Smereczynski unterzeichneten einen förmlichen Fortsetzungsvertrag.

Ausflugsprogramm

Die polnischen Schüler nahmen während des viertägigen Aufenthaltes am Unterricht teil, lernten aber auch auf mehreren Ausflügen wichtige Einrichtungen in der Region kennen.

Anja Csenar begrüßte die jungen Polen am ersten Tag im Landratsamt und Bürgermeister Thomas Fehling hieß sie später im historischen Sitzungssaal des Bad Hersfelder Rathauses willkommen. Es folgten ein Besuch der Grenz-Gedenkstätte Point Alpha und eine Exkursion in die thüringische Landeshauptstadt Erfurt.

Den Abschluss des Aufenthaltes bildete eine Feierstunde, deren musikalischen Rahmen der Chor und die Band der Partnerschule gestalteten. Die Schüler präsentierten auch die Ergebnisse des Geschichtsprojekts mit dem Thema „20 Jahre Nachbarschaftsvertrag – 10 Jahre Schulpartnerschaft – Rückblicke und Ausblicke“.

Inhalte der Vorträge waren unter anderem die Entwicklung beider Länder, Vorurteile beider Nationen gegeneinander und die Wünsche, die man für die Zukunft hat. Das Fazit der Schüler lautete: Nie wieder Krieg, sondern Abbau der Grenzen zwischen den beiden Völkern, indem man sich kennenlernt durch gemeinsames Musizieren, Spielen und Arbeiten und indem man den Austausch auch in der Zukunft fortsetzt.

Hieran knüpfte Schulleiter Karsten Backhaus an und beschloss den diesjährigen Austausch mit den Worten: „Wenn unsere Schülerinnen und Schüler nach ihrer Projektarbeit zu dieser Erkenntnis kommen, sollte der Fortführung der Schulpartnerschaft nichts im Wege stehen.“ (red)

Kommentare