Ballett-Klassiker „Schwanensee“ in der Bad Hersfelder Stadthalle – Musik vom Band

Zauberhaft und farbenfroh

Der Ballett-Klassiker schlechthin: „Schwanensee“ mit dem „Ballet Classique de Paris“ in der Stadthalle Bad Hersfeld. Fotos: Landsiedel

Bad Hersfeld. „Schwanensee“ ist für die meisten kulturinteressierten Menschen sicherlich das klassische Ballett schlechthin. Zur unsterblichen Musik von Peter Tschaikowsky, die nicht nur treuen Hörern von Klassik-Radio wohlbekannt sein dürfte, wird das Märchen von der schönen Prinzessin Odette erzählt, die ein böser Zauberer in einen Schwan verwandelt hat.

Lediglich um Mitternacht kann sie für eine Stunde ihre menschliche Gestalt annehmen. Prinz Siegfried, der sich in die schöne Prinzessin verliebt hat, erfährt von dem bösen Zauber, mit dem sie belegt wurde und dass nur die Liebe eines Mannes sie wieder erlösen kann. Er verspricht, sie zu erlösen und schwört ihr ewige Treue.

Rothbart, der böse Zauberer, will dies verhindern und verleiht seiner Tochter Odile die Gestalt der schönen Prinzessin, die als schwarzer Schwan dem Prinzen den Kopf verdreht. Als der den Betrug bemerkt, tötet er den Zauberer, bricht damit den Bann und die Liebenden finden endlich zueinander.

Das „Ballet Classique de Paris“ (Künstlerische Leitung und Choreographie: Jeannette Jacquet) gastierte am Donnerstagabend mit diesem Klassiker in der nur schwach besetzten Bad Hersfelder Stadthalle. Die Zuschauer erlebten vor einer zauberhaften Kulisse (Bühnenbild: Jean Bonachi), die unwillkürlich Assoziationen zu Schloss Neuschwanstein weckt, eine farbenfrohe Inszenierung mit prächtigen Kostümen (Kostüme: Ruta Zitkauskaite). Unter den Solisten überzeugten insbesondere Svitlana Kalaschnikova als Odette und Odile, Andrii Kozarezov als Prinz Siegfried sowie Anton Ivanov als Hofnarr.

Einziger Wermutstropfen: Die Musik kam vom Band. Die Zuschauer, unter ihnen viele Kinder und Jugendliche, ließen sich dessen ungeachtet von einem romantischen Ballett über die wahre Liebe verzaubern und spendeten nicht nur nach dem Schlussvorhang immer wieder herzlichen Applaus.

Von Thomas Landsiedel

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