Carl-Peters-Straße: Linker Politiker weist Kritik zurück

Zanger verteidigt die Umbenennung

Bad Hersfeld. Der Linke-Abgeordnete im Stadtparlament, Horst Zanger, hat Kritik an der geplanten Umbenennung der Carl-Peters-Straße zurückgewiesen. Peters war Kolonisator und gilt bei Historikern als Rassist. Zanger reagiert auf einen Leserbrief von Manfred Kretschmer in der Hersfelder Zeitung vom 14. Oktober.

„Was ich sehr bedrückend finde, ist, dass es Menschen in der Mitte unserer Gesellschaft gibt, welche sich nicht damit abfinden können, dass eine große Mehrheit eines demokratisch gewählten Parlaments Beschlüsse fasst und umsetzt“, schreibt Zanger und kritisiert, dass „da muss noch lange gegen gepöbelt, gestänkert und gewählte Vertreter diffamiert werden.“ Er selbst hatte vorgeschlagen, die Straße nach Elisabeth Selbert zu benennen. „Als Sozialdemokratin und eine der Mütter unseres Grundgesetzes haben wir ihr im Wesentlichen zu verdanken, dass heute im Artikel 3 Absatz 2 des Grundgesetzes seht: Männer und Frauen sind gleichberechtigt“, erklärt Zanger. Er sei aber sicher, dass auch zur Umbenennung der Lüderitzstraße der Name einer beeindruckenden Frau gefunden werden können. (red/kai)

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