Regionaler Arbeitsmarktmonitor als neues Analyse-Instrument der Arbeitsagentur

Zahlen anschaulich darstellen

Hersfeld-Rotenburg. Die Agentur für Arbeit stellt ein neues Analyse-Instrument zur Verfügung: den regionalen Arbeitsmarktmonitor. Er unterstützt die Arbeitsmarktakteure in der Region, langfristige Beschäftigungsstrategien zu entwickeln. „Kurz gesagt: Er bringt Menschen und Wissen zusammen“, sagt Matthias Oppel, der Leiter der Hersfelder Arbeitsagentur.

Bildeten bisher Statistiken nur die Vergangenheit ab, ist es nun auch möglich, Perspektiven für die Zukunft grafisch darzustellen. Dazu finden regelmäßig Treffen der Arbeitsmarktakteure in den Regionen, zum Beispiel Unternehmen, Gewerkschaften, Kammern, Verbände, Politik, Kommunen und Arbeitsagenturen, statt, um diese Einschätzung auf eine möglichst breite Basis zu stellen.

Zudem sei es mit Hilfe des Arbeitsmarktmonitors möglich, verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel das Angebot an Kinderbetreuung und die Beschäftigung von Frauen, miteinander ins Verhältnis zu setzen, erläutert Oppel.

Dem Monitor liegt eine Datenbank zugrunde, die mit einer Vielzahl an Daten gefüttert ist. Er bildet ab, wie hoch das Risiko in einer Region ist, die Arbeit zu verlieren (Beschäftigungsrisiko) und wie gut oder schlecht die Region strukturell aufgestellt ist (zum Beispiel soziale Lage, Schulabbrecherquote, Bildungsschnitt). „Auf diese Weise entsteht ein differenziertes Bild, das hilft, die Arbeitswelt besser zu verstehen. Situationen lassen sich beschreiben und Zusammenhänge aufspüren. Die Arbeitsmarktakteure können Hypothesen formulieren und überprüfen. Arbeitsmarktpolitische Instrumente lassen sich zielgenauer einsetzen, Arbeitsmarktpolitik besser mit Bildungsstrategien und Wirtschaftsförderung vernetzen“, nennt Oppel die Vorteile.

Bei einer Veranstaltung zur Fachkräfteausbildung im März wurde der Arbeitsmarktmonitor bereits eingesetzt. (red/zac)

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