Mehr Jungen als Mädchen

Zahl der Geburten ist weiter gestiegen

Hersfeld-Rotenburg. Im vorigen Jahr sind 961 Mädchen und Jungen im Klinikum Bad Hersfeld geboren worden.

Damit ist die Zahl erneut höher als 2014 (947) und 2013, als es knapp 900 waren.

Es wurden erwartungsgemäß mehr Jungen (503) als Mädchen (458) geboren. In der Helios-Klinik Hünfeld kamen 555 Kinder zur Welt, darunter auch einige aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg. Wie viele, konnte Sprecherin Gudrun Käsmann aber nicht sagen.

Per Kaiserschnitt erblickte im Klinikum mehr als jedes dritte Kind (334) das Licht der Welt. Nach Auskunft von Pressesprecher Werner Hampe steigt die Zahl der Wunschkaiserschnitte - ein bundesweiter Trend.

Jede vierte Schwangerschaft ist eine Risikoschwangerschaft. In 70 Fällen kamen die Kinder zunächst auf die Frühchenstation. Dort werden Babys aufgepäppelt, die zwischen der 29. und 37. Schwangerschaftswoche geboren werden und über 1250 Gramm wiegen.

Um Neugeborene vor der 29. Woche und unter 1250 Gramm kümmern sich die Kliniken in Fulda und Kassel. Die Zuordnung hänge von den dortigen Kapazitäten, beispielsweise einem Beatmungsplatz auf der Frühchen-Intensivstation, ab. Ansonsten stimme man sich eng mit den Eltern ab, erklärte Hampe.

Probleme bereitet seit einiger Zeit die Neubesetzung der Chefarztstelle der Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum - trotz „marktgerecher Vergütung“, wie es aus dem Klinikum heißt. Dr. Gedeon Diab war 15 Jahre Chef der Klinik bis 2011. Als sein Nachfolger Dr. Ghiath Shamdeen im Sommer 2015 das Haus wieder verließ, übernahm Diab erneut vorübergehend diese Position.

Er wird 72 Jahre alt und möchte seine Aufgabe gerne an einen Nachfolger übergeben. Zwei Oberärztinnen, eine weitere Fachärztin, sieben Assistenzärzte und 50 Pflegekräfte vervollständigen das Team.

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