Auszubildende am Obersberg verarbeiten bei Gemeinschafts-Projekt regionale Produkte

Wurstbrot mal anders

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Die Fleischerazubis Patrick Bechstein (19), Marius Franz (18), Dennis Volmar (18) und Jan Feiler (31, von links) präsentieren, zusammen mit angehenden Bäckern und Fleischereifachverkäuferinnen, heute ihr Projekt „Fleischer & Bäcker WurstBrot“. Foto: Schiller

Bad Hersfeld. Produkte aus der Region für die Region sollten es sein, die für die Veranstaltung „40 Jahre Landkreis Hersfeld-Rotenburg“ verarbeitet werden. Die Vorbereitungszeit des Projekts „Fleischer & Bäcker WurstBrot“ dauerte fünf Wochen. Heute präsentieren die Auszubildenden im Bereich Fleischer, Fleischereifachverkäuferin und Bäcker beim Festakt „40 Jahre Landkreis Hersfeld-Rotenburg“ im Audimax der Obersbergschulen in Bad Hersfeld ihre schmackhaften Ergebnisse. Projektbetreuer ist Joachim Opiela, Lehrer an der Berufsschule am Obersberg.

Auch für Vegetarier

Mit regionalen Produkten, wie verschiedenen Wurstsorten, Lachsforellen, Handkäse, Brot und Gemüse, wurde geplant. Die angehenden Fleischereifachverkäuferinnen machten dazu Vorschläge und organisierten ein Probeessen. Die Wurst und das Brot-Konfekt wurden eigens von Auszubildenden des dritten Lehrjahres hergestellt.

Die Speisen, bei denen auch Vegetarier und Moslems berücksichtigt wurden, werden als „Fingerfood“ in Förmchen und Gläsern, an Holzspießen, oder auf Brot- und Kartoffelscheiben gereicht. Die geladenen Gäste dürfen sich auf Gerichte wie, „Himmel und Erde“ oder „Stracke auf Apfeltrunk“ freuen. „Es macht Spaß, unsere Leistung zu zeigen und unseren Beruf vorstellen zu dürfen“, erzählt Patrick Bechstein, einer der Fleischer -azubis. Im Unterricht wurde die Theorie erarbeitet, in der Lehrküche wurden die Pläne in die Tat umgesetzt. Alle Speisen wurden selber hergestellt.

„Der Fleischerberuf hat sich gewandelt. Ein Fleischer macht heutzutage auch Catering“, sagt Joachim Opiela. Sinn des Projekts sei, ein eigenes Verständnis für den „neuen“ Beruf zu bekommen. „Es wird kaum noch geschlachtet. Küchenarbeit und die Verarbeitung von Fleisch haben einen höheren Stellenwert im Beruf bekommen“, so Opiela.

Auch die Küchentechnik und Kreativität wird in der Ausbildung zum Fleischer gelehrt. Außerdem sollen mithilfe des Projekts die verschiedenen Fähigkeiten der Jugendlichen gefördert werden. Dabei geht es auch um die Organisation oder den sozialen Umgang.

Begeisterung wecken

Nachdem die angehenden Fleischer für „das Grobe“ zuständig waren, erledigen die Verkäuferinnen die Feinarbeit. „Es geht darum, Begeisterung zu wecken, und mit Spaß zu lernen“, erzählt Opiela. Rund 250 geladene Gäste werden zur Veranstaltung am Obersberg erwartet und dürfen dort die etwas anderen „Wurstbrote“ probieren.

Von Jana Schiller

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