Unterrichtsräume der Konrad-Duden-Schule für 140 000 Euro modernisiert

Bio vor der Wunder-Tafel

Was in den neuen Biologie-Unterrichtsräumen der Konrad-Duden-Schule in Bad Hersfeld alles möglich ist, das demonstrierten zur Einweihung Heiko Glende (links) und der Fachschaftsvorsitzende Dr. Andreas Grasser (daneben). Foto: Schönholtz

Bad Hersfeld. 33 Jahre ist es her, dass aus der Gesamtschule Stadtmitte in Bad Hersfeld die Konrad-Duden-Schule (KDS) wurde. Und genauso lange musste die Einrichtung des Fachbereichs Biologie durchhalten, die zum Teil noch aus der alten Luisenschule stammte.

Doch jetzt war es Zeit für die fällige Rundum-Erneuerung: Für 140 000 Euro hat der Landkreis Hersfeld-Rotenburg als Schulträger zwei Unterrichtsräume und die Biologie-Sammlung der KDS nicht nur auf den Stand der Dinge, sondern auch zukunftsfähig gemacht.

„Die Kollegen laufen jetzt mit mit einem glücklichen Lächeln im Gesicht durch die Gänge“, sagte Fachschaftsvorsitzender Dr. Andreas Grasser bei der Einweihung der neuen Räume. Denn die neue Ausstattung eröffnet auch ganz neue Möglichkeiten.

Herzstücke der beiden Unterrichtsräumen sind interaktive Multimedia-Tafeln, die in Verbindung mit Beamer, Rechner, Webcam und anderem Zubehör vielseitig nutzbar sind. Schwamm und Kreide waren gestern, doch es muss auch nicht immer der Digitalmarker sein, denn auch eine Magnettafel und ein konventionell beschreibbarer Bereich sind integriert.

„Nicht der Lehrer, sondern die Schüler stehen im Mittelpunkt“, sagte Dr. Grasser, denn das neue Umfeld erlaube es, die Schüler „bei ihrer medialen Kompetenz abzuholen.“

Oder anders gesagt: Wenn biologische Vorgänge im kurzerhand selbst produzierten Trickfilm veranschaulicht werden, macht das natürlich mehr Spaß, als wenn wie im herkömmlichen Frontalunterricht aus dem Lehrbuch referiert wird.

Drei Jahre Vorbereitung

Drei Jahre haben Planung und Vorbereitung der Erneuerung des Fachbereichs gedauert. Schulleiterin Susanne Hofmann war es dabei nicht nur wichtig, alle Beteiligten in diesen Prozess einzubeziehen, sondern am Ende auch das Neueste vom Neuesten vorweisen zu können. Schließlich muss auch diese Ausstattung zumindest planmäßig wieder 30 Jahre halten.

Damit die neue Technik nicht morgen schon wieder von gestern ist, sind beispielsweise die Beamer über den Tafeln bereits W-LAN-fähig. Wenn demnächst die von der Schulleiterin erhofften Computer-Tablets als Klassensatz angeschafft werden können, müssten die Wunder-Tafeln nicht schon wieder nachgerüstet werden.

Die Einweihung des modernisierten Fachbereichs war natürlich auch Gelegenheit, sich für die gute Zusammenarbeit mit Kreis, Schulamt, Elternschaft und Kollegium zu bedanken. Und nicht zuletzt wurden der Hausmeister und die Raumpflegerinnen einbezogen, die beim Umbau ebenfalls besonders gefordert waren.

Von Karl Schönholtz

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