Tanz- und Theater-Ensemble äthiopischer Jugendlicher aus Israel zu Gast am Obersberg

Ein Wunder vom Himmel

Das äthiopische Tanz- und Theater-Ensemble der Kinder- und Jugend-Aliyah in Israel begeisterte mit seiner Aufführung die Zuschauer auf dem Obersberg. Foto: nh

Bad Hersfeld. Während ihrer Deutschland-Tournee besuchte das äthiopische Tanz- und Theater-Ensemble der Kinder- und Jugend-Aliyah in Israel Bad Hersfeld und spielte vor Fachoberschülern der Beruflichen Schulen und zwei Religionsklassen der Modellschule am Obersberg ihr Stück „Ein Wunder vom Himmel“.

Das unter der Regie von Rose Mashihi aufgeführte musikalische Schauspiel erzählt die Geschichte von zwei äthiopischen Familien. Die eine ist in Israel gut etabliert und kommt erfolgreich mit den Anforderungen der israelischen Realität zurecht. Die andere Familie „Neuzuwanderer“ hat mit Diskriminierung, Bürokratie und den scheinbar unüberwindbaren kulturellen Unterschieden zu kämpfen. Sie sehnen sich zurück nach Äthiopien, wo ihr Leben harmonisch und friedlich war. Erst die anrührende Liebesgeschichte zwischen der jüngeren Generation vermittelt eine optimistische Vision der Zukunft und führt schließlich zum „Happy End“.

Informationen zum Stück

Zum besseren Verständnis des 60-minütigen Stückes, das auf Hebräisch und in der äthiopischen Landessprache Amhari aufgeführt wurde, gab es zu Beginn jeder Szene deutsche Erklärungen. Vor der Aufführung waren Programmhefte mit ausführlicher Inhaltsbeschreibung ausgeteilt worden.

Wunderschöne äthiopische und israelische Lieder und Tänze sowie das exotische Aussehen der jungen Schauspieler versetzten das Publikum eine Stunde lang in eine andere Welt. Trotz der vielen kulturellen Unterschiede wurde am Ende des Stückes jedoch eines deutlich: die Probleme, mit denen sich Einwanderer konfrontiert sehen, sind überall auf der Welt gleich.

Ein großes Kompliment muss den vier Klassen der beiden Obersbergschulen gezollt werden, die bis zum Ende das Stück interessiert und konzentriert mitverfolgten. Besonderen Anklang fanden die Tanzeinlagen der 16- bis 18-jährigen Jugendlichen aus Israel, deren beeindruckende schauspielerische und tänzerische Leistung mit viel Applaus belohnt wurde.

Gespräche zum Austausch

Ein weiterer Anlass des Besuches der israelischen Gäste waren Gespräche mit der Geschäftsführerin der Kinder- und Jugend-Aliyah in Frankfurt/Main, Pava Raibstein, der Organisatorin der Veranstaltung, Brigitte Arens, und dem Schulleiter der Beruflichen Schulen, Falko Radewald, sowie interessierten Kollegen über die Fortführung des im Jahre 2010 begonnenen Austausches mit Auszubildenden aus Bad Hersfeld und Israel. (red/rey)

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