Mitmach-Ausstellung im Schilde-Park will sparen und um mehr Besucher werben

„wortreich“ ändert Strategie

Neustart im „wortreich“: Das Geschäftsführer-Tandem Christian Mayer (links) und Thomas Fehling.

Bad Hersfeld. Hier sparen, dort um mehr Besucher werben: Das ist ist in Kurzform die Aufgabe, die sich die Bad Hersfelder Mitmach-Ausstellung „wortreich“ gestellt hat, um jetzt unter städtischer Regie seine Finanzmisere in den Griff zu bekommen.

„Das wortreich ist nicht das Problem,“ stellte Bürgermeister Thomas Fehling gestern vor Pressevertretern fest und bezeichnete die im ersten Jahr des Bestehens erreichte Marke von 65 000 Besuchern einen „ganz tollen Erfolg“.

Dass die Rechnung dennoch nicht aufging, lag laut Fehling an „selbst gesetzten Erwartungen und Kostenstrukturen.“ Denn kalkuliert hatte man mit 120 000 Gästen, jeweils 100 000 sollten in den Folgejahren kommen. So jedenfalls hatte es ein Gutachten des durchaus renommierten Bremer Unternehmens Petri & Tiemann, das auch das Konzept für das „wortreich“ entworfen und zunächst den Betrieb geführt hatte, prognostiziert.

Diesem Missstand will die „wortreich“-Geschäftsführung nun mit einer veränderten Strategie begegnen. Als Sofortmaßnahme wurden die Öffnungszeiten in den schwach besuchten Randbereichen reduziert. Ab sofort ist bereits um 17 Uhr statt um 18 Uhr Schluss, samstags und sonntags wird erst um elf Uhr geöffnet. Unter der Woche bleibt es bei neun Uhr. Organisatorisch wurde die Zahl der internen Abteilungen von bisher acht auf drei verringert. Und weil nachts die Lüftung nicht mehr läuft, spart man übers Jahr 3000 Euro Strom.

Das Bistro „Konrads“ wurde vorübergehend geschlossen, die sieben Stellen gestrichen. Mit neuem Pächter soll es nach Möglichkeit noch in diesem Jahr weitergehen.

Über das künftige Vorgehen soll der Aufsichtsrat der Wirtschaftsbetriebe bei seiner nächsten Sitzung in drei Wochen befinden.

Klar ist jedoch, dass Mit-Geschäftsführer Christian Mayer vor der schwierigen Aufgabe steht, noch mehr Besucher für die von fast allen Gästen hoch gelobte Ausstellung, in der sich alles um Kommunikation und Sprache dreht, zu gewinnen.

Dazu soll nicht zuletzt auch eine verbesserte Ausschilderung im Stadtgebiet beitragen.

Fehling kündigte abschließend an, dass im „wortreich“ jetzt auch eine Außenstelle der Tourist-Information Platz finden wird.

Von Karl Schönholtz

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