Wohnmobil und Würdigung

Liebe Leserinnen und Leser im Hersfelder Land,

die Kurstadt Bad Salzungen kann sich über eine positive Zwischenbilanz zum Wohnmobilstellplatz an der Werra freuen. Der Sole-Reisemobilhafen, ausgezeichnet auch als Top-Platz, wird richtig gut angenommen. Rund 6000 Übernachtungen hat es bis Mitte Juni in diesem Jahr bereits gegeben. Damit hat man eine Steigerung der Übernachtungszahlen gegenüber 2014 von 43 Prozent erreichen können.

Die Reisemobiltouristen haben in diesem Jahr bisher rund 8500 Euro an Kurtaxe-Einnahmen in die Stadtkasse gespült. Hinzu kommen Umsätze in Gastronomie und Handel von geschätzten 240 000 Euro. Im gesamten letzten Jahr wurden rund 10 000 Übernachtungen registriert.

Der Sole-Reisemobilhafen mit seinen 80 Stellplätzen kann mit seiner zentrumsnahen Lage, der guten Erreichbarkeit benachbarter Städte mit der Bahn, der Nähe zur Solewelt und zum Gradierwerk sowie mit einer landschaftlich reizvolle Lage punkten. Hauptmotive von Reisemobiltouristen für einen Aufenthalt in Kurorten sind neben der Nutzung von Gesundheitsangeboten der Genuss von Ruhe und Entspannung.

Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten verzahnt sich der Betrieb des Wohnmobilstellplatzes mit dem zeitweise öffentlich zugänglichen Spielplatz auf der Insel besser. Die Öffnungszeiten sind notwendig, um einen geordneten Betrieb der gesamten Anlage zu gewährleisten. Neben den Reisemobil-Stellplätzen befinden sich eine Spielgolf-Anlage, ein Kinderspielplatz, eine Personenfähre sowie eine Kanuanlegestation auf dem Gelände.

Für eine Würdigung der vor 25 Jahren vollzogenen deutschen Einheit sorgt der Düngemittelhersteller K+S: Vor der Konzernzentrale in Kassel und dem Erlebnisbergwerk Merkers steht nun je ein „Einheitsmännchen“. Mit den fundamentalen politischen Ereignissen von 1989/90 wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen, die Lagerstätten in Südwestthüringen und Osthessen gemeinsam und mit zukunftsfähiger Technologie abzubauen, auch wenn der Weg bis zum heutigen, international konkurrenzfähigen Niveau nicht ohne Mühen und Opfer abgegangen ist.

Im Verbundwerk Werra ist es gelungen, aus ehemals vier einzelnen Standorten ein integriertes Ganzes zu errichten und dabei Mitarbeiter aus Hessen und Thüringen mitzunehmen. Das Einheitsmännchen ist freilich eher ein Einheitsmann, den der Bildhauer Ottmar Hörl in Kontur und Farbe dem früheren „Berliner“ Ampelmännchen – also der Ostversion der Fußgängersignale – nachempfunden, aber als Vollskulptur ausgeführt hat. Das Männchen passt natürlich mit seinen 3,60 Metern Höhe in keine Ampel mehr. Den erkennbar hurtigen Schritt vollzieht es auf einem ovalen Podest mit der Aufschrift „Grenzen überwinden“.

susanne.moeller@stz-online.de

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