Stadt Bad Hersfeld sichert sich Vorkaufsrecht für brach liegende Flächen am Stadtring

Wohnen bei Wever

Direkt an den Schildepark grenzen Areale der mittlerweile aufgegebenen Firmen Levering (im Bild) und Wever (dahinter) an. Um die Kontrolle über die Entwicklung in diesem Bereich zu behalten, will sich die Stadt jetzt das Vorkaufsrecht sichern. Foto:  Schönholtz

Bad Hersfeld. Damit auf den brach liegenden Arealen der Firmen Wever und Levering nicht etwas geschieht, was im Grunde keiner will, beabsichtigt die Stadt Bad Hersfeld den Erlass einer Vorkaufrechtssatzung. Diese soll die Stadtverordnetenversammlung bei ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag, 29. März, beschließen.

„Wir wollen nicht, dass einer die Hallen kauft und die nächsten zehn Jahre Päckchen reinstellt,“ sagte Johannes van Horrick, Fachbereichsleiter Technische Verwaltung, vor dem Haupt- und Finanzausschuss.

Stattdessen wird das Bauamt den Stadtparlamentariern demnächst eine Planung vorstellen, die auf den früheren Handels- und Industrieflächen Wohnhäuser und Kleingewerbe vorsieht.

Großflächiger Einzelhandel stehe nicht zur Diskussion, sagte van Horrick, machte jedoch eine Ausnahme: Falls sich der in der Vergangenheit bereits viel diskutierte Media Markt doch noch für diesen Standort interessieren sollte, ließe die Stadt wohl mit sich reden.

Nachdem mit der Umgestaltung des benachbarten früheren Babcock-Geländes eine Neustrukturierung in diesem Bereich bereits begonnen hat, soll die Entwicklung nun auch hier geordnet und nach den Vorgaben der Stadt verlaufen.

Dass der Geltungsbereich der Satzung die katholische Kirche St. Lullus-Sturmius einschließt, ist übrigens ohne Belang. Von Verkaufsabsichten der Kirche sei nichts bekannt, teilte van Horrick mit einem Schmunzeln mit.

Grünes Licht gibt es vorbehaltlich des endgültigen Beschlusses der Stadtverordneten für die beiden Wohnanlagen in der Stresemannallee. Der Bebauungsplan passierte die Ausschüsse jetzt ohne Widerspruch.

Das vom Alheimer Architekten Heinz-Wilfried Jähnert betriebene Bauvorhaben auf dem versteckt liegenden Grundstück der Alten Ziegelei hatte im Vorfeld wegen seiner Dimensionen für Diskussionen gesorgt. Mittelweile sind die ursprünglich geplanten 22 Wohneinheiten um sechs reduziert worden.

Von Karl Schönholtz

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