Bürgermeister Boehmer präsentiert neuen Namen / Leser unserer Zeitung haben Vorschläge gemacht

Die Wissenswelt wird zum Wortreich

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Während auf der künftigen Plaza des Schilde-Parks noch Bauschutt recycelt wird, sind die Stockwerkshallen (links) und die Veranstaltungshalle (ganz rechts) bereits eingerüstet.

Bad Hersfeld. Jetzt hat das Kind auch einen Namen: „Wortreich in Bad Hersfeld“ soll die Wissenswelt „Magie der Sprache“ künftig heißen. „Das erinnert an ‘Schlaflos in Seattle’ und kann deshalb nur gut sein“, bemerkte Bürgermeister Boehmer launig bei der ersten Präsentation der neuen „Wort-Bild-Marke“. Denn neben dem Namen krönt ein stilisiertes „W“ mit drei Punkten das Logo. Die Punkte sollen kommunizierende Köpfe symbolisieren.

Gegen Belanglosigkeit

Der neue Name ist Resultat einer großen Aktion, bei der auch die Leser unserer Zeitung mitgewirkt haben. Zusammen mit den Wissenswelt-Betreibern von der Firma Petri und Tiemann und der Bad Hersfelder Agentur ultraviolett ist dann das neue Markenzeichen entstanden. „Wir wollen damit der globalisierten Belanglosigkeit etwas entgegensetzen“, sagte Boehmer. Die Gewinner des Namenswettbewerbs werden in Kürze bekannt gegeben.

Unterdessen geht es auf dem Schilde-Areal mit Riesenschritten voran. „Im Nachhinein ist es ein Gottesgeschenk, dass die Landesgartenschau an uns vorbeigegangen ist“, meinte Boehmer. Er rechne mit 120 000 Besuchern jährlich, die in Bad Hersfeld in die wortreiche Welt der Sprache eintauchen wollen.

Im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt berichtete Boehmer, dass die Abrissarbeiten auf der sogenannten Mittelachse in der kommenden Woche planmäßig abgeschlossen würden. In den folgenden zweieinhalb Monaten nimmt sich die Hünfelder Firma Bock dann den Rest des Areals bis zum Schillerplatz vor.

Die Tiefbauarbeiten für die Verlegung der Versorgungsleitungen wurden an die Firma Räuber aus Bad Hersfeld vergeben, der Bau der Parkgarage mit 180 Plätzen an das Bielefelder Fachunternehmen Goldbeck. Weiter teilte Boehmer mit, dass die Zuschüsse wie erhofft bewilligt würden, sodass sich der Kreditbedarf seitens der Stadt gegenüber der Planung 2009 um zwei Millionen Euro verringere.

Von Kai A. Struthoff und Karl Schönholtz

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