Handel, Handwerk und Industrie blicken optimistisch auf 2014

Wirtschaft stößt mit gut gefüllten Gläsern an

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Hersfeld-Rotenburg. Die heimische Wirtschaft blickt optimistisch auf das Jahr 2014. Die Stimmung bei Handel, Handwerk und Industrie im Kreisgebiet ist gut. Und auch die Koalitionsvereinbarungen der schwarz-roten Bundesregierung werden in der Region gelassen gesehen. Das ist das Ergebnis einer kleinen Konjunkturumfrage unserer Zeitung bei führenden Wirtschaftsvertretern im Kreis.

Allerdings formuliert die Wirtschaft auch klare Erwartungen an die Politik. „Investitionen in die Infrastruktur sind dringend erforderlich“, sagt beispielsweise Tobias Binder von der Industrie- und Handelskammer (IHK) und meint damit nicht nur Verkehrswege, sondern auch den Ausbau der Breitbandnetze. „Die veranschlagten Mittel für die Verkehrsinfrastruktur bleiben mit fünf Milliarden weit unter dem Bedarf“, sagt Binder.

Der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Dirk Bohn, rechnet für das kommende Jahr mit einem leichten Anstieg der Auftragszahlen für seine Betriebe, obwohl viele unter dem hohen Wettbewerbs- und Kostendruck zu leiden hätten.

„Auch die Rentengeschenke belasten weiter die Betriebe und Arbeitnehmer“, kritisiert Bohn die Koalitionsvereinbarungen. Die versprochene Senkung der Lohnzusatzkosten sei ausgeblieben. „Der Staat bereichert sich weiter an den Lohnerhöhungen der Arbeitnehmer und verhindert, dass mehr Geld ausgegeben werden kann“, sagt Bohn.

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Reinhard Faulstich, registriert, dass die Auftragslage der heimischen Betriebe sehr gut ist. Er hält die Energiewende – auch in der Region – für die größte Herausforderung der neuen Regierung. „Die positiven Impulse aus den heute bekannten Rahmenbedingungen sprechen für ein gute Entwicklung in 2014 hier in Hersfeld-Rotenburg. Das Glas ist mehr als halb gefüllt“, sagt Faulstich. zum tage, seite 2

Von Kai A. Struthoff

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