2009 weniger Firmenpleiten als im Jahr zuvor – Mehr Gründungen

Wirtschaft geht es besser als gedacht

Hermann

Bad Hersfeld. Firmen und Gewerbebetriebe im Landkreis Hersfeld-Rotenburg haben die Wirtschaftskrise offenbar besser überstanden als zunächst befürchtet. Wie Hermann Eimer, Direktor des Amtsgerichts Bad Hersfeld, unserer Zeitung mitteilte, war 2009 die Zahl der Insolvenzverfahren in Waldhessen entgegen dem allgemeinen Trend sogar rückläufig.

Lediglich in 45 Fällen wurde im vergangenen Jahr im hiesigen Gerichtsbezirk über das Vermögen von Firmen und selbständigen Gewerbetreibenden das Insolvenzverfahren eröffnet. Das sind 15 Fälle weniger als 2008.

Im Gegensatz zum Vorjahr, als die Firma Lomo zahlungsunfähig wurde, war 2009 kein einziges Großunternehmen betroffen. Lediglich in drei Fällen hatten die Pleite-Firmen mehr als 20 Mitarbeiter.

Dass es um die Wirtschaft im Landkreis gar nicht so schlecht bestellt ist, wird laut Hermann Eimer auch beim Blick ins Handelsregister deutlich. 2009 ist nämlich die Zahl der im Register des Amtsgerichts Bad Hersfeld eingetragegen Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) erstmals seit längerer Zeit wieder deutlich gestiegen. Zwar wurden im vergangenen Jahr 46 GmbHs gelöscht, aber auch 79 neue eingetragen. Insgesamt sind im Kreis Hersfeld-Rotenburg 922 Gesellschaften in dieser Rechtsform registriert – der höchste Stand aller Zeiten.

GmbHs sind nach den Erfahrungen des Amtsgerichtsdirektors bei Firmenneugründungen sehr beliebt und können als Gradmesser für die Konjunkturlage gewertet werden. Löschungen und Neueintragungen seien normal, erläuterte Hermann Eimer, entscheidend sei am Ende nur, ob sich der Gesamtbestand der Firmen nach oben oder unten verändert. Zum Tage

Von Karl Schönholtz

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