Stadtverband stellt Liste für die Kommunalwahl vor – „Festspielstreit war überflüssig“

SPD wird jünger und weiblicher

Die SPD-Spitzenkandidaten: Prof. Lothar Seitz, Anisa Tiza Mimun, Karsten Vollmar, Tabea Heipel und Carsten Lenz (v. l.). Foto: privat

Bad Hersfeld. Der SPD-Stadtverband hat auf einer Delegiertenversammlung die personellen Weichen für die Kommunalwahl am 6. März 2016 gestellt. SPD-Chef Karsten Vollmar, der die Liste als Spitzenkandidat anführen wird, zeigte sich über „das ausgewogene Verhältnis zwischen Frauen und Männern, erfahrenen und neuen Kräften sowie mit der örtlichen und beruflichen Vielfalt“ auf der insgesamt 51 Personen umfassenden Liste sehr zufrieden.

Das Durchschnittsalter betrage 47 Jahre, alle Ortsteile seien im vorderen Listendrittel mit aussichtsreichen Kandidaten vertreten. Besonders positiv sei der Anteil der Kandidatinnen: Mit insgesamt 40 Prozent unter den ersten zehn Plätzen werde ein Spitzenwert erreicht. Hinzu kämen allein drei Jusos in diesem Bereich. Nach Karsten Vollmar folgen auf den nächsten Plätzen die Juso-Vorsitzende Tabea Heipel, Stadtverordnetenvorsteher Lothar Seitz, die stellvertretende Juso-Bezirksvorsitzende Anisa Tiza Mimun und Rechtsanwalt Carsten Lenz.

Auch zu aktuellen Debatten gab es deutliche Worte. So sei der jüngste „Festspielstreit“ völlig überflüssig gewesen. Die SPD/Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion stünde zu den Festspielen und zum Intendanten. „Wir stehen aber auch zu dem Recht und der Pflicht eines jeden Parlaments, den Haushalt zu prüfen und verwahren uns gegen den Vorwurf, hier irgendjemandem Tricksereien unterstellt oder Geld und damit die Festspiele blockiert zu haben“, so Vollmar.

Zum Thema Hessentag soll es die Zustimmung der SPD geben, gleichzeitig erinnert Vollmar an die äußerst schwierige Haushaltslage, in der man die Möglichkeiten der Stadt auch nicht überstrapazieren dürfe. Die SPD stehe weiter zu den in Bad Hersfeld erfreulicherweise sehr niedrigen Kita-Gebühren. Das sei ein Verdienst der SPD

Die SPD will in Kürze ihr „Leitbild 2016 bis 2021“ vorstellen, mit dem für die Kommunalwahlen 2016 „ein zukunftsorientiertes, nah an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtetes Programm“ entstanden sei. Es soll in den nächsten Tagen online gehen und damit die Möglichkeit bieten, dort auch ganz eigene Ideen einzubringen. (red/kai)

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