Unterbezirksparteitag in Haunetal steht ganz im Zeichen der Wahl

SPD wirbt für Europa

Blumen für Europa: Torsten Warnecke mit Barbara Weiler (rechts) und Martina Werner.

Haunetal. Die SPD hat sich gestern auf ihrem Unterbezirksparteitag in Neukirchen auf die Europa-Wahl am 25. Mai eingestimmt. Gleichzeitig verabschiedete die Partei ihre langjährige Abgeordnete Barbara Weiler aus Fulda, die über 20 Jahre für die SPD im Europa-Parlament gesessen hat.

Zudem nutzte Weilers designierte Nachfolgerin in Brüssel, die 51-jährige Diplom-Ökonomin Martina Werner aus Niestetal bei Kassel, den Parteitag, um bei den Hersfelder Genossen für sich und ihre Positionen zu werben.

Ein Gesetz zum Abschied

In ihrer Abschiedsrede sagte Barbara Weiler, die Jahre im EU-Parlament seien für sie als überzeugte Europäerin eine „spannende und faszinierende Zeit“ gewesen. Sie freute sich, dass sie zum Abschied noch ein wichtiges Gesetz auf den Weg bringen durfte: ein einheitliches Ladegerät für Mobiltelefone und elektrische Kleingeräte. „Das ist mein Gesetz und ein schöner Abschluss für mich.“ Sie dankte den Hersfelder Genossen für ihre jahrelange Unterstützung und versprach, auch weiter zur „Verfügung zu stehen“, weil sie ja künftig in Fulda „um die Ecke“ ist.

Martina Werner, die gute Chancen hat, bei der Wahl am 25. Mai in das Europaparlament einzuziehen, bezeichnete den bevorstehenden Urnengang als wichtigsten seit langem. Es gelte, das „Vertrauen in Europa wiederzugewinnen“. Derzeit laufe die EU in „eine falsche Richtung“. Nicht Schuldenabbau und das freie Spiel des Marktes, sondern soziale Gerechtigkeit und das „Trockenlegen von Steueroasen“ seien die Themen der Zukunft. „Wir brauchen wieder ein Europa, in dem die Bürger das Sagen haben“, rief sie den Genossen zu.

Zuvor hatte der Unterbezirksvorsitzende Torsten Warnecke festgestellt, die Kreis-SPD sei „noch nicht richtig motiviert für Europa“. Das suchte er in einer leidenschaftlichen Rede zu ändern. Er machte dabei deutlich, wie wichtig Europa auch für unsere Region ist. Warnecke dankte Barbara Weiler für ihren Einsatz in Brüssel: „Sie stand dort für unsere Region immer auf der richtigen Seite.“ Warnecke, Weiler und Werner warben eindringlich dafür, zur Europawahl zu gehen.

Bis zum späten Abend diskutierten die Delegierten danach eine Vielzahl von Anträgen, die von der Bildungspolitik bis zum Schlachtungsrecht reichten. (kai)

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