Wirbeln mit Wedel

Ein wenig neidisch bin ich schon auf meinen lieben Kollegen Marcus Janz. Er macht zurzeit Urlaub auf Mallorca und hat die Gelegenheit genutzt, dort unseren neuen Intendanten Dieter Wedel zu treffen. Sie können ja heute bei uns darüber lesen. Natürlich hat ihm Wedel bei den sehr netten Gesprächen noch viel mehr erzählt, das meiste davon ist noch vertraulich.

So viel sei allerdings schon verraten: Der Intendant hat große und vielversprechende Pläne für unsere Festspiele und rüttelt damit quasi an den alten Grundfesten der Stiftsruine. Das war zwar überfällig, wird aber sicher nicht jedem gefallen. Wie zu erwarten war, wird auch Dieter Wedel kein einfacherer und bequemerer Partner für unsere Stadtoberen.

Ein anonymer Anrufer informiert derzeit „Gott und die Welt“ darüber, dass ein hochrangiger NPD-Funktionär Mitglied in einem Verein im Haunetal ist. „Anonymus“ befürchtet Schlimmstes. Nun ist es zunächst einmal nicht verboten, dass NPD-Leute auch Vereinsmitglieder sind, denn die Partei ist ja auch nicht verboten. Aber sicher wünscht man sich für seinen Verein nicht gerade „braune Kameraden“. Deshalb haben wir uns der Sache angenommen und recherchiert. Die Vereinsführung war ehrlich überrascht, denn der Mann verhält sich seriös und unauffällig, spricht nicht über Politik und macht auch keine Jugendarbeit. Auch beim Staatsschutz liegt nichts Schwerwiegendes gegen ihn vor. Trotzdem hat ihn die Vereinsführung aufgefordert, den Club zu verlassen. Doch der Mann hat glaubhaft versichert, er wolle ohnehin aus der NPD austreten, weil er deren Gesinnung nicht mehr teilt. Umso besser. Wir behalten die Angelegenheit trotzdem im Auge.

Düsternis im vorweihnachtlichen Bad Hersfeld und abwandernde Kundschaft Richtung Fulda und Eisenach – diese Befürchtung machte in den vergangenen Tagen die Runde, weil angeblich die Weihnachtsbeleuchtung nur noch in Wein- und Klausstraße installiert werden sollte. Da war auch was dran, weil dieser Posten wegen des Haushaltsdefizits gekürzt worden war. Doch jetzt die Entwarnung: Alles wird leuchten wie bisher, und das nicht zuletzt deshalb, weil Bürgermeister Thomas Fehling 5300 Euro aus seinen Aufwandsentschädigungen beisteuern wird.

Kai A. Struthoff

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