100 Tage im Amt: Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar lebt für die Feuerwehr

„Wir sind ein tolles Team“

Alle hören auf ihr Kommando: Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar führt 267 Frauen und 3211 Männer, die in 152 Feuerwehren im Landkreis Hersfeld-Rotenburg aktiv sind. Foto: Reymond

Bad Hersfeld. Die ersten 100 Tage im Amt hat Kreisbrandinspektorin Tanja Dittmar bereits hinter sich gebracht. Und die 41-Jährige aus Konnefeld ist voll des Lobes, wenn sie über die Einsatzkräfte der Wehren im Landkreis Hersfeld-Rotenburg spricht.

„Ich habe schon viele Feuerwehren im Kreis gesehen und kann nur sagen, dass wir ein sehr gut funktionierendes System haben“, berichtet die Kreisbrandinspektorin. Dass es in den kommenden Jahren mit Blick auf die demografische Entwicklung schwieriger wird, schlagkräftige Einsatzabteilungen sicherzustellen, darüber ist sich Dittmar im Klaren. „Es wird eine große Herausforderung, alles rund um die Feuerwehr auf dem aktuellen Niveau halten zu können. Ich sehe mich als Dienstleister für die Feuerwehren und den Kreis.“ Daher gelte es, sich schon in relativ guten Zeiten mit den möglicherweise in der Zukunft auftretenden Problemen zu beschäftigen. „Das ist wie mit einem gut funktionierenden Motor. Auch der benötigt Pflege, damit er in einigen Jahren noch gut in Schuss ist.“

Ehrenamt spart Geld

Besonders stolz ist Dittmar auch auf die ehrenamtliche Ausbildung, die hier geleistet wird. „Das Niveau unserer Kreisausbilder ist top. Und sie sind alle ehrenamtlich tätig. Wenn wir die Ausbildung einkaufen müssten, wäre da sehr viel Geld im Spiel.“

Geld spart der Landkreis auch bei der Einführung des Digitalfunks. So werde das Einmessen der Antennen an den einzelnen Gerätehäusern durch den Informations- und Kommunikationszug Rotenburg sichergestellt. Das ist alles keine Selbstverständlichkeit“, freut sich die Kreisbrandinspektorin.

Auch wenn es deutschlandweit noch vergaberechtliche Probleme beim Digitalfunk gebe, seien die Wehren fast alle damit ausgestattet. In Heringen werde zudem im 1. Quartal 2015 der letzte Sendemast in der Region aufgeschaltet. „An den Einsatzstellen wird bereits auf digitaler Basis gefunkt. Lediglich die Kommunikation mit der Leitstelle und auch die Alarmierung selbst laufen noch analog.“

Damit die Kreisbrandinspektorin bei Einsätzen künftig noch schneller vor Ort ist als bisher schon, sucht sie eine Wohnung in der Mitte des Kreises. Und da kommt sie schnell auf Bad Hersfeld. Zurzeit sitzt sie noch immer in ihrem Elternhaus in Konnefeld auf gepackten Umzugskartons. Die stehen da noch rum, seit sie im Juli aus Mülheim an der Ruhr wieder in die Heimat gewechselt ist.

Vier Wochen später

Eigentlich wollte Tanja Dittmar ihren Dienst im Landkreis bereits zum 1. Juli aufnehmen. Allerdings verzögerte sich der Start um vier Wochen, da sie bei der Feuerwehr in Mülheim noch etwas länger benötigt wurde. Dadurch schrumpfte die Zeit für die Eingewöhnungsphase von neun auf fünf Woche. „Mein Stellvertreter Martin Orf hat da ganze Arbeit geleistet. Überhaupt bin ich bisher super unterstützt worden. Das ist hier ein tolles Team.“

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Von Mario Reymond

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