CDU-Politiker aus dem Kreis äußern sich zufrieden über Bundesparteitag

„Wir sind kein Abnickverein“

Herbert Höttl

Hersfeld-Rotenburg. Rückenwind für Bundeskanzlerin Angela Merkel? In einer kleinen Umfrage unserer Zeitung äußerten sich führende Christdemokraten aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg zufrieden mit den Ergebnissen des Bundesparteitags.

„Wir sind kein Abnickverein“, sagte CDU-Kreisvorsitzender Thorsten Bloß und widersprach damit einigen Kommentatoren. Gerade die kontroverse Debatte über die Präimplantationsdiagnostik habe gezeigt, wie lebendig die Partei diskutiere.

Den neu gewählten Bundesvorstand sieht Bloß als „gute Mischung“, der alle Strömungen in der Partei vertrete. Erfreulich sei, dass mit Volker Bouffier wieder ein Hesse an führender Position sei.

Bouffier fürs Konservative

Nach Einschätzung von Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt geht Angela Merkel gestärkt aus dem Treffen hervor. „Der Parteitag sah eine kämpferische und entschlossene Kanzlerin und CDU-Vorsitzende“, sagte Schmidt. „Etwas, worauf die Parteimitglieder und die Menschen im Lande gewartet haben.“ Die von Merkel angesprochenen Eckpunkte für die künftige Politik nannte Schmidt „Signal der Zuversicht für die Bürger“.

Kritische Töne von Höttl

Mit der Wahl von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier sieht Herbert Höttl, Chef der CDU-Kreistagsfraktion, das konservative Element an der Parteispitze gestärkt. „Ich bin sicher, dass durch seine Mitarbeit im Bundesvorstand diese Grundwerte weiter mehr als nur gepflegt werden“, sagte Höttl. „Das habe ich in den letzten Monaten doch das eine oder andere mal in der Führungsmannschaft der CDU vermisst.“

„Ich freue mich vor allem sehr, dass mit Volker Bouffier jemand in den Bundesvorstand gewählt worden ist, der unsere Region sehr gut kennt“, sagte Bebras Bürgermeister Horst Groß. Bouffier spreche eine klare Sprache, die auch bei den Bürgern ankomme und verstanden werde. „Ich bin guter Hoffnung – weil ich auch ein gutes persönliches Verhältnis zu ihm pflege – dass er sich für unsere Region einsetzen wird“, ist sich Groß sicher. Dabei gebe es viele Belange, wo er helfen könne. „Was genau, werden wir noch in Gesprächen mit ihm klären“, sagt Groß. (clm/pgo/kai)

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