Straßenmeistereien haben deutlich mehr Streusalz eingelagert – neue Hallen gebaut

Für den Winter gerüstet

Doppelt so viel Salz wie im vorigen Jahr haben die Straßenmeistereien des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen eingelagert, um auch für einen strengen Winter gerüstet zu sein. Foto: Archiv

Hersfeld-Rotenburg. Die Straßenmeistereien des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) Eschwege sind für den kommenden Winter für den Winterdienst gut gerüstet. Das teilt Pressesprecher Ulrich Wieditz mit. Sie hätten in neuen Hallen deutlich mehr Streusalz eingelagert als im vergangenen Jahr.

Die Meistereien in Bad Hersfeld und Rotenburg betreuen etwa 700 Kilometer Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im Kreisgebiet. „Für den Einsatzfall stehen rund 100 erfahrene Mitarbeiter mit 15 Räum- und Streufahrzeugen zur Verfügung“, erklärt Wieditz. Darüber hinaus habe das ASV Eschwege zusätzlich mit elf Fremdunternehmern Winterdienstverträge über die Bereitstellung von Fahrzeugen und Personal abgeschlossen.

Die beiden letzten intensiven Winterperioden hätten gezeigt, dass die Salzvorräte bei einigen Straßenmeistereien zu gering waren, räumt der Pressesprecher ein. Zusätzlich habe es Lieferengpässe der Salzindustrie gegeben. „Die Hessische Landesregierung hat daraufhin reagiert, und baut hessenweit sukzessive größere Streusalzlager“, betont Wieditz. Die Salzlagerkapazität sei innerhalb nur eines Jahres annähernd verdoppelt worden.

Im Jahr 2011 wurden unter anderem eine neue Salzlagerhalle in Bad Hersfeld (2500 Tonnen) und ein neuer Salzsilo in Cornberg errichtet (150 Tonnen). Die Kosten belaufen sich für insgesamt vier Bauwerke auf rund 1,2 Millionen Euro, die die Bundesrepublik Deutschland übernommen hat, erläutert Wieditz.

Start deutlich vor 6 Uhr

Das gesamte Straßennetz in der Zuständigkeit des ASV Eschwege werde vorrangig zwischen 6 und 22 Uhr in einem befahrbaren Zustand gehalten. „Über die Hälfte der Winterdiensteinsätze auf diesen Straßen beginnen dabei aber bereits deutlich vor 6 Uhr, damit Behinderungen infolge von Schnee, Reif oder Eis noch vor Einsetzen des Berufsverkehrs weitestgehend vermieden werden können,“ versichert der Sprecher des Amtes.

Die Entscheidung über Winterdiensteinsätze falle aufgrund spezieller Wetterinformationen, der Datenauswertung eigener Glättemeldeanlagen sowie auf der Basis langjähriger Erfahrungswerte der Mitarbeiter vor Ort. Trotz aller Vorkehrungen und Bemühungen seien jedoch Behinderungen durch Schneereste, überfrierende Nässe oder je nach Einsatzdauer des Winterdienstes stellenweise auch geschlossene Schneedecken nicht auszuschließen.

Wieditz empfiehlt deshalb eine den winterlichen Fahrbahnverhältnissen angepasste Fahrweise und die entsprechende Winterausrüstung des Fahrzeugs, um die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs auch unter winterlichen Wetterbedingungen aufrechtzuerhalten. (red)

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