Projektentwickler kritisiert Vorgehen der Stadt beim Baufenster im Schilde-Park

Winges will „faire Chance“

Jörg Winges

Bad Hersfeld. „Schwer enttäuscht“ ist der Bad Hersfelder Projektentwickler Jörg Winges vom Vorgehen der Stadt beim Baufenster im östlichen Schilde-Park. Noch im Frühjahr hätten ihm Bürgermeister Thomas Fehling und Bauamtschef Johannes van Horrick deutlich gemacht, dass für eine Bebauung dieses „Filetstücks“ nur ein Hotel oder einer Erweiterung der Technischen Hochschule in Frage kämen.

Jetzt aber solle dort ein Therapie- und Ärztezentrum entstehen, über das die städtischen Gremien in den nächsten Tagen entscheiden werden (unsere Zeitung berichtete).

„Ich will das nicht verhindern“, sagt Winges zu dem Vorhaben einer örtlichen Investorengruppe, „aber das hätte die Stadt auch mit mir machen können.“

Winges, der mit seiner Firma WICON zuletzt die Wohnanlage in der Oberen Frauenstraße errichtet hat, war einer von drei Wettbewerbs-Teilnehmern, die 2013 Entwürfe für die rund 1400 Quadratmeter große Fläche im Schilde-Park eingereicht hatten. Die Vorschläge hatten damals den Stadtparlamentariern jedoch nicht zugesagt.

Winges’ Idee eines Campus-Hauses ist nach Angaben des Unternehmers jedoch in Nutzung und Optik so flexibel, dass auch er das Konzept des jetzt geplanten Therapiezentrums mit Arztpraxen, Räumen für ein Planungsbüro und Wohnungen umsetzen könnte.

Auch von seinem bisherigen Geschäftskonzept, die jeweiligen Einheiten der Immobilien zu verkaufen, würde Winges in diesem Fall abweichen und das Gebäude gemeinsam mit Partnern in einer GbR im Bestand halten.

„Das Projekt soll ja funktionieren“, sagt Winges, der seinen Hut vor den entscheidenden Sitzungen von Bauausschuss und Stadtverordnetenversammlung in den Ring wirft: „Ich möchte eine faire Chance, mit einzusteigen“.

Von Karl Schönholtz

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