Kunstwerk mit langer Vorgeschichte wird jetzt im Schilde-Park aufgestellt

Ein Ort für das Windspiel

Neues im Schilde-Park: In der Kurve des Seilerwegs wird jetzt ein Verbindungsweg zwischen katholischer Kirche und Dippelstraße gebaut. Außerdem soll hier das umstrittene Kunstwerk „Signet des Windes“ seinen Platz finden. Visulaisierung: Stadt Bad Hersfeld

Bad Hersfeld. Ungeachtet der Diskussion um das sogenannte Baufenster und das geplante Therapiezentrum im östlichen Schilde-Park (unserer Zeitung berichtete) wird in den nächsten Tagen unweit davon Neues entstehen: Zwischen katholischer Kirche und Dippelstraße soll ein weiterer Verbindungsweg gebaut werden, und hier wird auch das Kunstwerk mit dem Namen „Signet des Windes“ nach langer Vorgeschichte seinen Platz finden.

Das 60 000 Euro teure Windspiel des renommierten Künstlers K-L Schmaltz, das 2010 noch Bad Hersfelds früherer Bürgermeister Hartmut H. Boehmer in Auftrag gegeben hatte, war nämlich ursprünglich für einen Standort an der Zufahrt zum neuen Amazon-Logistikzentrum vorgesehen.

Weil das neun Meter hohe „Signet des Windes“ jedoch besonderer statischer Vorkehrungen bedurfte, war der Verkehrskreisel bei Amazon nicht groß genug, um dort ein entsprechendes Fundament herzustellen. Auch fehlte es wohl an den elektrischen Zuleitungen, um das Kunstwerk ins rechte Licht zu setzen.

In der Folgezeit entbrannte auch politischer Streit um das „Signet des Windes“, obwohl ein örtlicher Bauunternehmer das Fundament als Spende versprochen hatte. Sogar ein Verkauf des Kunstwerks wurde zwischenzeitlich gefordert und diskutiert.

Auf der Suche nach einem geeigneten Platz anderswo im Stadtgebiet war dann auch die Plaza im Schilde-Park im Gespräch. Diese Idee wurde jedoch wieder verworfen, weil das Windspiel möglicherweise Veranstaltungen im Umfeld der Schilde-Halle eingeschränkt hätte.

All das trifft auf die Fläche an der östlichen Parkspitze nicht zu: Hier ist Platz, der Ort von allen Seiten gut im Blick, und nichts in unmittelbarer Nähe, was mit dem Kunstwerk konkurriert.

Der neue Weg durch den Park erspart den Gang entlang der Straße. Ein Zebrastreifen über den Seilerweg in Höhe des Kirchenportals ist bereits auf die Fahrbahn aufgetragen.

Von Karl Schönholtz

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