In Bad Hersfeld zeichnet sich eine Mehrheit für Bauvorhaben ab

Ja zum Windpark mit gemischten Gefühlen

Symbolbild

Bad Hersfeld. Wie in anderen Kommunen im Landkreis wird das Thema Windkraft von den politische Verantwortlichen mit gemischten Gefühlen betrachtet.

Lesen Sie hierzu auch:

Fehling lehnt Windpark-Pläne ab

Nachdem sich Bürgermeister Thomas Fehling (FDP) vornehmlich aus emotionalen Gründen gegen die Pläne für einen Windpark auf dem Wehneberg und damit auch gegen eine weitere Industrialisierung von Naturflächen ausgesprochen hatte (unsere Zeitung berichtete), wurden jetzt auch im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt zwiespältige Positionen deutlich.

Gleichwohl zeichnet sich für die Stadtverordnetenversammlung am kommenden Donnerstag, 29. März, eine Mehrheit für den Fortgang des Verfahrens ab.

Was den Ausschussmitgliedern Bauchschmerzen machte, war die vom Bürgermeister skizzierte Kausalität: Nach den jetzt auf der Tagesordnung stehenden Beschlüssen des Stadtparlaments zur Änderung des Flächennutzungsplanes und zu einem Kriterienkatalog mit den erforderlichen Gutachten sei die Stadt nicht mehr Herr des Verfahrens. Man gehe mit einer Zustimmung schon jetzt eine gewisse Verbindlichkeit ein, machte Fehling deutlich und fügte hinzu: „Dann kommt es, wie es kommt.“

Bisher interessieren sich drei potenzielle Investoren für den Standort Wehneberg, unter ihnen die Windpark Bad Hersfeld KG mit dem früheren Bürgermeister Hartmut H. Boehmer an der Spitze.

Neben Bürgermeister Fehling hatte auch die CDU-Fraktion im Stadtparlament gegen eine solche Anlage argumentiert und dabei neben den „massiven Eingriffen in die Natur“ auch die optische Beeinträchtigung der Kur- und Festspielstadt durch die Vielzahl der Masten geltend gemacht. Die Bad Hersfelder FDP befürwortet im Gegensatz zu ihrem Kreisvorsitzenden Fehling die Einleitung des Verfahrens.

Ausschussvorsitzender Roland Luley (SPD) sagte „Nein“, die anderen Mitglieder der Fraktion von SPD, Grünen und FWG „Ja“. Die endgültige Entscheidung fällt jedoch erst nächste Woche. zum tage

Von Karl Schönholtz

Kommentare