Keine Handlungsempfehlung

Wehneberg: Windkraft-Vermittlung endet ohne konkretes Ergebnis

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Hersfeld-Rotenburg. Das Vermittlungsverfahren für den umstrittenen geplanten Bau von acht Windrädern im Stadtwald am Wehneberg ist am Dienstagabend ohne eine konkrete Handlungsempfehlung beendet worden.

Zentraler Diskussionspunkt war eine mögliche Anlagenreduzierung. Von Seiten der Stadt wurde der Vorschlag zur Reduzierung um zwei Anlagen zur Diskussion gestellt. Bei einer Anpassung der Anlagenzahl sollten aber zwingend die finanziellen Auswirkungen aufgrund des Pachtvertrages mit der Firma ABO Wind berücksichtigt werden, heißt es in der abschließenden gemeinsamen Presseerklärung des Gremium. Die Gemeinden Ludwigsau und die Bad Hersfelder Ortsteile Heenes und Allmershausen indes forderten jeweils unterschiedliche Reduzierungen.

Die Bedenken der Bürgerinitiative „Rettet den Stadtwald“ beziehen sich vor allem auf die kritische Stellungnahme zum Vogelschutz und Brandschutz, die derzeit innerhalb des Genehmigungsverfahrens geprüft wird. Vor diesem Hintergrund ist aus Sicht der Bürgerinitiative eine Festlegung auf zu reduzierende Anlagen derzeit nicht möglich.

Die Moderatorin des Runden Tisches, Dr. Danuta Kneipp, wertet das Verfahren trotzdem als Erfolg. „Schlauer als vorher sind wir allemal.“ Sie lobt den sachlich geführten Austausch in der Runde, der auch Grundlage für die künftige Diskussion über das Thema sein könne.

Jetzt sind zunächst wieder die Bad Hersfelder Stadtverordneten gefordert, die in ihrer Sitzung am 30. Januar über die zweite Stufe des Flächennutzungsplans entscheiden müssen. (kai)

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