Aus dem Wind-Thema ist die Luft raus

Karl Schönholtz

Lange nichts über den geplanten Windpark auf dem Wehneberg gehört? Kein Wunder, denn aus diesem Thema ist die Luft wohl raus. Im Entwurf des Regionalplans spielt Bad Hersfeld nämlich keine Rolle, weil der Wind an keinem der überhaupt denkbaren Standorte mit den erforderlichen 5,75 Metern pro Sekunde weht. Lediglich fünfeinhalb Meter sind nach den bisherigen Erkenntnissen auf dem Wehneberg zu erwarten.

Über diesen Sachstand wurde jetzt der Bauausschuss der Stadtverordnetenversammlung informiert. Zwar hat der von der Stadt ausgeguckte Betreiber, die Firma ABO Wind aus Wiesbaden, bereits mit biologischen Untersuchungen begonnen, und selbstverständlich könnte Bad Hersfeld beim Kasseler Regierungspräsidenten auch abweichend vom Regionalplan eine Genehmigung beantragen – doch die Erfolgschancen sind skeptisch zu betrachten.

Lange nichts gehört von der Bad Hersfelder CDU. Der nach wie vor führungslose – pardon, von den beiden Stellvertretern geführte Stadtverband hat zwar noch immer keinen neuen Vorsitzenden gewählt, doch offenbar einen Kandidaten gefunden, der dieses bestimmt nicht leichte Amt zu übernehmen bereit ist. Im Oktober soll es nun so weit sein, dann soll der Nachfolger von Ralf Neumeyer den Mitgliedern zu Wahl empfohlen werden.

Was wird aus dem Haunetaler Projekt Mehrgenerationenhaus? Nach dem „Nein“ der Gemeindevertretung zur Einrichtung einer Stelle für eine Halbtagskraft, die sich um Verwaltung und Organisation kümmern sollte, herrscht große Ratlosigkeit, wie die guten Absichten noch in die Tat umgesetzt werden können. Von Freiwilligen und Ehrenamtlichen alleine und nebenbei eben nicht. Diese Erkenntnis hätte die Haunetaler freilich schon eher erreichen können: Das Bad Hersfelder Projekt gegen Armut und Einsamkeit hat eine ähnliche Zielrichtung, lief aber von Beginn an nur mit Unterstützung von zwei Mitarbeitern aus der Stadtverwaltung.

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