Gewerkschaftsbund diskutiert mit Kandidatinnen und Kandidaten für den Landtag

DGB will Politikwechsel

Bad Hersfeld. Unter dem Motto: „Wir haben die Wahl!“ diskutieren zu den Themen Arbeit und Soziales Kandidatinnen und Kandidaten für den hessischen Landtag am Montag, 9. September, ab 19 Uhr in der Stadthalle in Bad Hersfeld, am Kurpark. Der DGB Kreisverband Hersfeld-Rotenburg lädt alle Interessierte Bürgerinnen und Bürger des Landkreises dazu ein.

Nordhessen habe sich in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt. Viele Menschen hätten Arbeit gefunden. Jedoch könnten auch immer mehr Menschen von dem Lohn für ihre Arbeit nicht leben, sagt Klaus Schüller, DGB-Sekretär für Nordhessen. Die Zahl der 450-Euro-Jobs nehme wesentlich stärker zu als die der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse. Die Zahl der Leiharbeitnehmer habe sich seit 2003 fast vervierfacht. „Der Kreis Hersfeld-Rotenburg macht da leider keine Ausnahme“, stellt Schüller fest: Die Vollzeit-Arbeitsplätze hätten minimal zugenommen, vor allem gebe es viel mehr geringfügig Beschäftigte als vor zehn Jahren. Für viele von ihnen sei der Mini-Job ein Nebenjob, weil das Geld nicht reiche. „Das muss sich ändern. Die Menschen brauchen Arbeit, die sicher ist und die gut bezahlt wird. Die Beschäftigten müssen von dem wirtschaftlichen Erfolg der Region stärker profitieren“, fordert der DGB.

Für die Landtagswahl haben die Gewerkschaften klare inhaltliche Vorstellungen und fordern einen Politikwechsel hin zu guter Arbeit und mehr sozialer Sicherheit. Aber wie positionieren sich die Parteien und ihre Kandidaten? Brauchen wir in Hessen ein Tariftreuegesetz, um ordentlich bezahlende Handwerker und Firmen bei öffentlichen Aufträgen zum Zuge kommen zu lassen? Wie können junge Menschen und Erwerbslose eine wirkliche Chance auf dem Arbeitsmarkt bekommen? Über diese Fragen diskutieren Kaya Kinkel (Bündnis 90/ Die Grünen), Pierre Brandenstein (CDU), Horst Zanger (Die Linke), Bernd Böhle (FDP) und Torsten Warnecke (SPD). Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Michael Rudolph, DGB Geschäftsführer Nordhessen. (red/zac)

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