Programmatischer Parteitag der Sozialdemokraten in Asbach

SPD will mehr Kinderbetreuung

Gunter Müller

Asbach. Um Inhalte ging es beim jüngsten Parteitag der Bad Hersfelder SPD, der am Freitagabend in Asbach stattfand. Stadtverbandsvorsitzender Gunter Müller freute sich über mehr als 30 Anträge, die aus den einzelnen Ortsvereinen gestellt wurden.

Ein ganz wesentlicher Punkt sei für die Sozialdemokraten die Kinderbetreuung, betonte Müller im Gespräch mit der HZ. „Wir wollen die Angebote zur Kinderbetreuung in Bad Hersfeld erweitern“, machte er die Position seiner Partei deutlich. „Wenn wir Familienfreundlichkeit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernst nehmen, muss man mehr machen, als wir zurzeit anbieten“, stellte Müller fest.

Mehr, das bedeutet vor allem mehr Krippenplätze. Nach Müllers Informationen gibt es zurzeit eine Warteliste mit mindestens 100 Kindern. Mehr, das bedeutet auch, die Betreuungszeiten an die Realität anzupassen. „Arbeitgeber verlangen immer flexiblere Arbeitszeiten von ihren Mitarbeitern, da müssen wir reagieren“, betont der Vorsitzende.

Allerdings will er auch die Unternehmen mit in die Verantwortung nehmen. Wer qualifizierte, junge Arbeitskräfte haben wolle, könne sich mit Angeboten zur Kinderbetreuung einen Vorteil im Wettbewerb mit anderen Firmen verschaffen, ist Müller überzeugt.

Auf jeden Fall, so betont er, „wird es Kürzen im Bereich der Kinderbetreuung mit der SPD nicht geben.“ Das schließt für die Sozialdemokraten auch das Angebot des kostenlosen Mittagessens in den Kindereinrichtungen ein. „Zu viele Kinder würden kein warmes Essen bekommen, wenn wir das nicht vorhalten“, weiß der Sozialdemokrat.

Das Problem, dass angeblich zu viele Essen weggeworfen würden, weil Eltern ihre Kinder nicht abmeldeten, hält er für lösbar. Die Satzung sehe vor, dass Eltern hierfür zur Verantwortung gezogen werden können, erläutert Müller.

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Von Christine Zacharias

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