CDU will Koch als Landrat

Start in den Wahlkampf: Dr. Michael Koch (links) ist einstimmig bei zwei Enthaltungen vom CDU-Mitgliederparteitag zum Landratskandidaten gewählt worden. Kreisvorsitzender Timo Lübeck überreichte Blumen. Foto:  Zacharias

Die CDU im Landkreis Hersfeld-Rotenburg schickt Dr. Michael Koch ins Rennen um das Amt das Landrats. 105 von 108 anwesenden Parteimitgliedern stimmten für den aus Bad Hersfeld stammenden 41 Jahre alten Juristen.

Michael Koch hatte sich zuvor als Kandidat präsentiert, der sich aus Liebe zu seiner Heimat zur Kandidatur entschlossen und sich für das Amt des Landrats gut qualifiziert fühle. Er könne die Probleme der Kommunen wie zum Beispiel die chronische Unterfinanzierung oder die Belastung durch immer neue Verordnungen gut nachvollziehen und wolle sich für die Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung einsetzen, erklärte Koch.

Er bezeichnete sich selbst und die CDU als konservativ im besten Sinne. „Wir überlegen, ob das, was wir verbessern wollen, auch wirklich besser wird“, erklärte er unter dem Beifall seiner Parteifreunde. Als Negativbeispiel nannte er das Vorgehen des Abfallwirtschaftszweckverbandes, der von den Bürgern Vorhaltekosten für die Biotonne verlangen wolle, auch wenn er dafür keine Leistung erbringe. „Das wirkt wie ein Schildbürgerstreich“, meinte Koch und sei von den Menschen nicht nachvollziehbar.

Er wolle eine transparente, bürgernahe Verwaltung, die ihre auch einmal von außen überprüfe, betonte Koch. Als weitere Ziele nannte er einen soliden Haushalt und gute Bedingungen für die Wirtschaft, die Auseinandersetzung mit dem demografischen Wandel und eine Verbesserung der Infrastruktur. Im Vergleich zu Thüringen, wo er derzeit lebe, erkenne er hier erheblichen Nachholbedarf, gerade beim Straßenbau, stellte Koch fest. So genannte weiche Faktoren wie ein guter öffentlicher Nahverkehr oder Nachmittagsbetreuung für Kinder spielten eine wichtige Rolle, um Menschen im Kreis zu halten beziehungsweise sie zum Zuzug zu ermutigen.(zac)

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