Stadtverbandsvorsitzender Neumeyer wertet Rückzug Boehmers als Wahlkampftaktik

CDU will Bürgermeister erst 2011 wählen

Bad Hersfeld. Als Wahlkampftaktik bewertet Ralf Neumeyer, der Stadtverbandsvorsitzende der Bad Hersfelder CDU, die überraschende Ankündigung, dass Bürgermeister Hartmut H. Boehmer zum 31. August dieses Jahres als Bürgermeister zurücktreten wird.

Verwundert über Fristen

„Wir sind schon verwundert über die Art und Weise, wie und mit welchen Fristen Bürgermeister Boehmer seinen Rücktritt bekannt gibt und gleichzeitig einen möglichen Wahltermin vorschlägt“, sagt Neumeyer weiter. Zwei Jahre vor dem eigentlichen Wahltermin könne wohl keine Partei einen frisch gebackenen Bürgermeister-Kandidaten präsentieren, es sei denn, man wäre langfristig in solche Pläne eingeweiht gewesen.

Hohe Anforderungen

„Wir werden jetzt alle Bemühungen darauf konzentrieren, jemanden aufzustellen, der den hohen Anforderungen des Bürgermeisterprofils gerecht wird und der in diesen finanziell schwierigen Zeiten die Aufgaben bewältigen wird“, betont der Stadtverbandsvorsitzende.

Eine Weiterführung der Aufgaben als Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) wolle er einer gesundheitlich angeschlagenen Person jedoch nicht zumuten.

Kandidaten brauchen Zeit

„Eine kurze Wahlkampfzeit scheint aus den besonders anspruchsvollen Aufgaben und dieser besonderen Situation als nicht angemessen“, ergänzt Anja Deiß, die stellvertretende Vorsitzende. Jeder, der sich dieser Aufgabe stellen wolle, habe es verdient, seine Ziele den Bürgerinnen und Bürgern ausreichend zu erläutern. Um dem Bürger nicht unnötige Wahlen und somit der Stadt Bad Hersfeld zusätzlich Kosten aufzubürden, erscheine es ihr deshalb sinnvoll, die anstehende Bürgermeisterwahl mit der bevorstehenden Kommunalwahl zusammen zu legen. (zac)

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