Polizei: Nur an zugelassenen Plätzen darf man brutzeln

Wildes Grillen im Freien streng verboten

hersfeld-Rotenburg. Grillen im Freien ist für viele Menschen ein Sommervergnügen. Doch die Polizei warnt: Wer in der freien Natur an der falschen Stelle oder vor allem im Wald grillt, bringt sich und seine Umgebung in Gefahr. Und riskiert ein Bußgeld von 25 Euro und mehr. Grillen ist nur auf den dafür vorgesehenen öffentlichen Grillplätzen erlaubt, sagt Manfred Knoch, Pressesprecher der Polizeidirektion.

„Zugelassene Grillplätze können bei den Städten und Gemeinden erfragt werden“, erläutert Kreisbrandinspektor Jürgen Weingarten. Knoch und Weingarten verweisen auf die so genannte Verordnung zum Schutze der Wälder, Moore und Heiden gegen Brände. Danach ist es unter anderem verboten,

• in Wäldern oder auf Moor- und Heideflächen „oder in gefährlicher Nähe solcher Gebiete offenes Feuer oder Licht mit sich zu führen,

• brennende oder glimmende Gegenstände fallen zu lassen, fortzuwerfen oder unvorsichtig zu handhaben“ und ohne Genehmigung der Forstbehörde Anlagen zu errichten. „mit denen die ständige Unterhaltung einer Feuerstelle verbunden ist“.

Eine so genannte Ordnungswidrigkeit kann bei einem Verstoß mit einer Geldbuße bis zu 5000 Euro geahndet werde, erläutert Knoch. Ein Brand, der durch Grillfeuer ausgelöst wird, kann nach Angaben der Polizei als fahrlässige Brandstiftung gewertet werden.

Auch Freiheitsstrafe

Unter Umständen und je nach Ausmaß könne dies neben einer hohen Geld- sogar eine Freiheitsstrafe nach sich ziehen, hieß es kürzlich im Polizeipräsidium Nordhessen. Übrigens: Wer im Wald, auf Moor- oder Heideflächen oder in der Nähe ein Feuer wahrnimmt, ist laut Gesetz verpflichtet, es sofort zu löschen, „sofern er hierzu ohne erhebliche eigene Gefahr in der Lage ist. HINTERGRUND

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Von Manfred Schaake

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