Bürger zahlen für Entsorgung – Autobahnen besonders betroffen

Wilder Müll kostet Steuerzahler viel Geld

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Hersfeld-Rotenburg. Illegal in der Landschaft entsorgter Müll kostet die Allgemeinheit im Landkreis viel Geld.

Rund 31 500 Euro hat alleine die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil in diesem Jahr ausgegeben, um den Müll an den Rändern von insgesamt 780 Kilometern Autobahnen sowie Bundes-, Landes-, und Kreisstraßen im Landkreis von Fremdfirmen einsammeln und entsorgen zu lassen. Das teilt Pressesprecherin Cornelia Höhl mit.

Besonders betroffen sind offenbar die Autobahnen, auf die mit 23 000 Euro der Löwenanteil der Kosten entfällt. Zusätzlich zu den meist im Frühjahr stattfindenden Großputzaktionen seien die Mitarbeiter ganzjährig im Einsatz, um Hessens Straßen abfallfrei zu halten. „Parkplätze werden teilweise mehrmals pro Woche gereinigt. Allerdings bleiben sie selten lange sauber“, teilt die Behörde mit. Neben Zigarettenkippen und Verpackungsmaterial finden die Straßenmeister auch Elektrogeräte, Autoteile, Möbel und Sondermüll.

Für die Entsorgung des Mülls, den die Städte und Gemeinden in ihren Gemarkungen auflesen, ist für das gesamte Kreisgebiet der Abfallwirtschafts-Zweckverband zuständig. 55,6 Tonnen solcher Abfälle seien im vergangenen Jahr zusammengekommen, berichtet Geschäftsführer Georg Körner. Außergewöhnlich hoch sei die Zahl von 705 eingesammelten Altreifen gewesen. Insgesamt habe das rund 9400 Euro Entsorgungskosten verursacht. Diese Summe, die in letzter Konsequenz vom Gebührenzahler getragen werden muss, umfasse nur die reine Entsorgung. Personal- und Maschinenkosten, die den Gemeinden durch das Einsammeln entstehen, seien darin nicht enthalten, sagt Körner.

Der AZV-Geschäftsführer glaubt ohnehin, dass die Dunkelziffer höher ist: „Kleinere Mengen entsorgen die Gemeinden wohl über ihren regulären Müllbehälter“, vermutet er.

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Von Jan-Christoph Eisenberg

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