Zwei ehemalige Schüler der Modellschule Obersberg leisten ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland

Auf Wiedersehen in Thailand

Gespannt: Ansgar Schäfer (links) und Jonathan Alles gehen über die Organisation Service Civil International (SCI) für ein Jahr nach Thailand. Foto: Brandau

Bad Hersfeld. Zufälle gibt es! Davon sind Ansgar und Jonathan überzeugt. Beide haben sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Thailand beworben. Beide sind genommen worden. Beide werden im gleichen Dorf wohnen und arbeiten. „Befreundet sind wir schon seit der Grundschule“, erklärt Ansgar.

Im September geht es also für die beiden Jungs aus Bad Hersfeld raus in die weite Welt. Ein Jahr lang werden sie in dem kleinen thailändischen Fischerdorf Kok Payom Englisch unterrichten. „Studieren gleich nach dem Abi wollten wir beide nicht“, erklärt Jonathan.

Als sie begannen sich über das Thema FSJ zu informieren, gingen beide noch davon aus, dies als Ersatz für den Wehrdienst zu leisten. Dieser fällt jetzt allerdings weg, doch der Plan der beiden bleibt bestehen. „Ich möchte mal raus hier“, erzählt Jonathan. Bei beiden steht der kulturelle Austausch im Vordergrund.

Große Klassen

„Die Klassen sind riesig“, erklärt Ansgar. Deswegen wird das unterrichten nicht allzu leicht werden. Aber sie werden es trotzdem versuchen.

Ansgar lebte schon als kleines Kind für längere Zeit in Thailand. „Die Leute sind sehr gastfreundlich“, weiß er zu berichten. Es gäbe nicht so viel Bürokratie und das Fischerdorf sei wie eine große Familie. „Kochen werde ich nicht selber“, erklärt Jonathan. Die beiden hoffen darauf, des Öfteren mal eingeladen zu werden.

Ihnen stehen von der Organisation hundert Euro monatlich zu. Die Lebenserhaltungskosten seien niedrig, also könne man damit gut auskommen.

Nach einem zwölf Stunden Flug erwartet die beiden vor Ort noch ein letztes Vorbereitungsseminar. Schon hier in Deutschland laufen einige Seminare, um die Freiwilligen für ihre Arbeit zu rüsten.

Fleißig Thai lernen

Die Sprache des Landes müssen sich Ansgar und Jonathan allerdings selber beibringen. „Learning by doing“, heißt die Devise. Die Mutter eines thailändischen Freundes wird sie allerdings unterstützen.

„Wir wollen Erfahrungen sammeln und Fortschritte in Englisch und Thai machen“, erklären die Beiden.

Bald heißt es also Kofferpacken. Weder Insektenschutz noch Sonnencreme dürfen fehlen. „Ich packe meine Laufschuhe ein“, erklärt Jonathan . „Du unterschätzt das Wetter“, hält Ansgar lachend entgegen.

Die beiden werden mit Sicherheit mit einem riesen Koffer an neuen Erfahrungen nach Hause kommen.

Von Lea-Marie Brandau

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