Musical-Nacht begeisterte die Besucher in der Bad Hersfelder Stadthalle

Auf ein Wiedersehen 2014

Begeisterten in der Bad Hersfelder Stadthalle: Die Sängerininnen und Sänger der Musical Night (von links)Corie Townsend, Deimos Virgillito, Simon Tunkin, Alexandra Gentzen, Nicolle Bolley. Foto: ast

Bad Hersfeld. Die Begeisterung des Publikums für Musicals wächst von Jahr zu Jahr. Die Dreidimensionalität und Dramaturgie aus Singen, Spiel und Tanzen löst verstärkt Emotionen beim Zuschauer aus. Deshalb kommen jährlich neue Musicals wie die Geschichte der Beatles mit „Let It Be“ mit dem Bestsellersong „Hey Jude“ oder „Ich war noch niemals in New York“ auf den Musicalmarkt.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag präsentierte das international musicalerfahrene Ensemble der Set Musical Company mit Sängerinnen, Sängern und der Axel Törber Band die Musical Night erneut in der Stadthalle Bad Hersfeld. Das Programm der Musical Night war gekonnt dramaturgisch zusammengestellt und steigerte die Stimmung des Publikums von Song zu Song. Jeder gespielte und gesungene Ton war live.

Durch die Musicals der Bad Hersfelder Festspiele wie Anatevka oder Showboat traf das Ensemble auf ein musicalverwöhntes Publikum. Von daher war es eine Hommage auf die Festpiele, als das Programm mit „Another Op’nin, Another Show“ aus Cole Porters „Kiss Me, Kate“, dem Musical für das Festspieljahr 2014, eröffnet wurde.

Das Repertoire an diesem Abend umfasste Lieder aus 22 Musicals - darunter Klassikern wie „Westside Story“,“ Die Schöne und das Biest“, Elton Johns „König der Löwen“ oder „Sound of Music“. Mit „Smash“, “Jekyll & Hyde“ oder „Dreamgirls“ wurden aber auch Musicals zu Gehör gebracht, die nicht zum Standardprogramm deutscher Theater gehören.

Mit interessanten Details stellte der musikalische Leiter Axel Törber als Conferencier die Geschichte der Musicals und den Inhalt der gesungenen Titel charmant und unterhaltsam vor. Wer weiß schon, dass Brian Davis, Drummer der Rockband Bon Jovi, Komponist von „Memphis“ ist?

Höhepunkte waren das Solo von Nicolle Bolley „Weine nicht um mein Argentinien“ aus „Evita“ und das von Corie Townsend, Alexandra Gentzen und Simon Tunkin dargebotene Medley aus „Phantom der Oper“. Die besinnliche Weihnachtszeit ging dem Ende zu, als das Publikum zu den Klängen von „Eye of the Tiger“ und dem Abba-Medley aus „Mamma Mia“ von den Akteuren zu rhythmischem Klatschen und Hands-up animiert wurde. Die Stimmung steigerte sich noch einmal, als Deimas Virgilitto Udo Lindenberg mit „Hinterm Horizont“ sowie „Andrea Doria“ mit Bewegungen gekonnt parodierte. Fast enthusiastisch ging es beim Ausklang der Musical Night mit „We Will Rock You“ und bei der Zugabe „We Are the Champions“ mit Feuerzeugwinken und Standing Ovations zu.

Reichhaltiger Beifall belohnte das Ensemble für einen heiteren und beschwingten Abend. Mit einem Versprechen „Wiedersehen am 26. Dezember 2014“ wurde das Publikum auf den Heimweg geschickt. (ast)

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