Abo-Wind lobt eindeutige Windkraft-Entscheidung des Parlaments

Der Widerstand am Wehneberg geht weiter

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Bad Hersfeld. Auch nach dem eindeutigen Votum der Stadtverordneten will die Bürgerinitiative „Rettet den Stadtwald“ ihren Widerstand gegen Windräder auf dem Wehneberg fortsetzen. Das Stadtparlament hatte sich auf seiner Sitzung am Donnerstagabend nach kontroverser und hitziger Diskussion mit 24 Ja-Stimmen und 15- Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen für die Änderung des Flächennutzungsplans ausgesprochen. Damit können die Windkraftpläne weiterverfolgt werden.

„Wir werden jetzt einen Juristen einschalten, das ganze Verfahren erneut prüfen lassen und eigene Naturschutzgutachten erstellen lassen“, kündigt Andrea Zietz, die Sprecherin der Bürgerinitiative an. Zur Finanzierung wollen die Bürger zusammenlegen. „Wir sind erschüttert darüber, dass eine Stadtverordneten-Mehrheit einen so weitreichenden Vertrag wie mit ABO Wind beschließen kann, ohne dass dieser Vertrag allen Stadtverordneten vorher bekannt sein muss“, sagt Zietz.

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Sie wisse sicher, dass nicht einmal alle SPD-Stadtverordneten den Vertrag kannten. Parlamentarier wie Bürger-Initiative waren zudem von einem Gutachten überrascht worden, wonach ein Bürgerbegehren gegen das Projekt aus juristischen Gründen nicht möglich ist.

Florian Lüders, Projektleiter bei Abo-Wind spricht indes von einer „eindeutigen Entscheidung“ des Stadtparlaments für das Projekt am Wehneberg. „Die Stadtverordneten haben sich ihre Entscheidung nicht leicht gemacht und auch aktuelle Bedenken und Fragen abgewogen“, sagte der der HZ.

Seine Firma wird nun die laufenden Gutachten vorantreiben. Abo-Wind will in den kommenden Wochen die nötigen Unterlagen zur Genehmigung beim Regierungspräsidium in Kassel einreichen. „Durch die Offenlegung des Flächennutzungsplanes haben die Bürger dann auch wieder die Möglichkeit ihre Fragen in das Verfahren einzubringen“, sagt Lüders. Das letzte Wort hat dann der Regierungspräsident.

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