2200 Einwendungen aus dem Kreis gegen Teilregionalplan

Widerstand gegen Windkraft wächst

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Hersfeld-Rotenburg. Der Ausbau der Windkraft in Nordhessen ist umstritten. Das zeigen 32 000 Einsprüche, die bei der zweiten Offenlegung des Teilregionalplans Energie erhoben wurden. Aus Hersfeld-Rotenburg gingen allein 2200 Einwendungen und 1200 Unterschriften beim Regierungspräsidium Kassel ein.

Bei der ersten Offenlegung der Planung, die alle Standorte für mögliche Windparks festlegt, waren es im Jahr 2013 mit 15 000 Einwendungen noch halb so viele. 30 000 der aktuellen Einwendungen gingen in Form von Unterschriftenlisten ein, 2000 als Einsprüche von einzelnen Bürgern.

Dies berichtete die Leiterin der Regionalplanung im Regierungspräsidium (RP), Susanne Linnenweber, dem Haupt- und Planungsausschuss der Regionalversammlung. Die Bürger sorgten sich um Grundsätzliches wie Artenschutz, Zerstörung des Landschaftsbildes und Infraschall (Geräusche, die unterhalb der menschlichen Hörschwelle liegen), sagte sie.

Der mit Abstand größte Widerstand kommt aus dem Landkreis Kassel mit 10 000 Einwendungen. Es folgen die Kreise Fulda (2715), Hersfeld-Rotenburg (2200) und der Werra-Meißner-Kreis (1140). Am geringsten ist der Widerstand in Waldeck-Frankenberg und in der Schwalm.

Der Regionalplan soll zwei Prozent der Landesfläche für Windkraft reservieren. Auf diesen Vorranggebieten können Investoren Windräder errichten. Für Hersfeld-Rotenburg sind 32 Vorranggebiete mit einer Gesamtfläche von 3113 Hektar vorgesehen. Das entspricht sogar 2,8 Prozent der Landkreisfläche. In ganz Nordhessen sind es 188 Gebiete mit 16 000 Hektar.

Der Regionalplan, der im Herbst beschlossen werden soll, hat gleichzeitig ausschließende Wirkung: Außerhalb der Vorranggebiete dürfen dann keine Windkraftanlagen mehr gebaut werden. Bis dahin können noch Windkraftanlagen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigt werden. (hog/pom/mcj)

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