Wetterwechsel und Rummel zu Pfingsten

Viele Grüße aus Bad Salzungen nach Bad Hersfeld an die Leser der HZ. Eine Punktlandung in letzter Minute hat das Wetter zum Himmelfahrtstag vollzogen. Mitte April bis Anfang Mai hatte sich ja der Winter nochmal zurück gemeldet. Frostige Nächte und Schneefall bis in die Täler sorgten für schlechte Laune bei wohl jedem.

Denn selbst Wintersportbegeisterte hatten nichts von dem Flockenwirbel – es sei denn, sie hatten eine Reise in die Alpen geplant – und ärgerten sich doppelt darüber, dass der April-Schnee nicht ein paar Wochen zuvor gefallen ist, nämlich im Winter. Ein paar Voreilige hatten schon ihre Winterräder vom Auto abgeschraubt und in den Sommerurlaub geschickt oder bereits ihren Garten bestellt und hatten nun großen Kummer. Dabei sind wir einfach nur verwöhnt von milden Wintern und warmen Tagen im zeitigen Frühjahr, denn solche Kälteeinbrüche im April sind eigentlich nicht ungewöhnlich. Nur die Länge der Kälteperiode beeindruckte selbst die Meteorologen, welche für Wetterkapriolen fast immer irgend eine Erklärung haben.

Nun ging es aber ganz schnell: Pünktlich zum Himmelfahrtstag wurde es warm und sonnig – optimales Wetter für Männertagsausflüge und andere Aktivitäten an der frischen Luft. Viele nutzten es auch aus, und sei es dafür, die zuvor erfrorenen Pflanzen im Garten durch neue zu ersetzen.

Hobbygärtner aus Dermbach können sich freuen über eine gemeindeeigene Annahmestelle für Grünschnitt und andere Pflanzenabfälle. Die Kommune hofft, dass diese Abfälle nun nicht mehr einfach verbotenerweise in die Natur gekippt werden, wie in letzter Zeit gehäuft geschehen. Eigentlich ist ja der Abfallwirtschaftszweckverband für die ordnungsgemäße Beseitigung von Abfällen zuständig. Dazu gehört auch das Grünzeug aus dem Garten. Der Verband holt zweimal pro Jahr Grünschnitt vor der Haustüre ab, kostenlos. Dieses System hat aber zwei entscheidende Nachteile: Die abgeschnittenen Äste müssen bis zum Abholtermin irgendwo gelagert werden. Außerdem muss man sie kleinschneiden und bündeln, was besonders bei größeren Mengen eine äußerst nervige und zeitraubende Beschäftigung darstellt. Natürlich rechtfertigt das nicht, den Grünschnitt einfach in die Natur zu kippen. Jahrhundertelang hat man die Äste einfach trocknen lassen und dann im Garten verbrannt, doch das hat der Gesetzgeber in Thüringen verboten.

Die Sammelstelle in Dermbach ist ein gutes Service-Angebot für die Bürger dieser Gemeinde, zumindest für jene, die ein geeignetes Fahrzeug zur Verfügung haben. Bleibt zu hoffen, dass nun kein Müll mehr in den Wald gekippt wird.

Wer am Pfingstwochenende gerne unter Leuten sein möchte, kommt beim 454. Kaltennordheimer Heiratsmarkt auf seine Kosten. Von Freitag bis Dienstag verwandelt sich die Rhönstadt in einen Vergnügungspark mit Rummel, kulturellem Programm, mehr als 140 Händlern und tausenden Besuchern.

stefan.sachs@stz-online.de

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