Der Wettergott ist kein Festspiel-Fan

Karl Schönholtz

Eigentlich hatte man schon nach dem vergangenen Sommer angenommen, es könne nicht mehr schlimmer werden. Doch auch in diesem Jahr hat sich der Wettergott bislang nicht als Festspiel-Fan gezeigt. Denn wenn man noch Ende Juni die dicke Decke benötigt, um die Abendaufführung gesundheitlich unbeschadet zu überstehen, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn die spontanen Besucher ausbleiben. Immerhin: In den den nächsten Tagen soll es freundlicher und vor allem wärmer werden. Kleiner Tipp: Weil das Gastspiel des Dresdner Kreuzchores am kommenden Freitag in der Stadtkirche und nicht in der Stiftsruine stattfindet, wirbeln dort die drei Musketiere in einer Zusatzvorstellung. Es gibt noch reichlich freie Plätze für Kurzentschlossene.

In der anhaltenden Diskussion um die Windkraft wird bei allem sachlichen Für und Wider ein Aspekt vernachlässigt: Die Bad Hersfelder Stadtverordneten haben die Grundsatzentscheidung vor mehr als einem Jahr ja nicht im Geheimen, sondern erst nach engagierter Auseinandersetzung in mehreren öffentlichen Sitzungen getroffen. Damals regte sich nur vereinzelt Protest. Und dass das einmal begonnene Verfahren bei einem Sinneswandel nicht ohne Weiteres beendet werden kann, auch das war seinerzeit bekannt.

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