Erika Helbich stellt Werke der letzten 30 Jahre im Museum Bad Hersfeld aus

West Side Story und Anderes

Die Malerin Erika Helbich (3. von rechts) ließ sich zur Vernissage gerne auf viele Gespräche ein. Auch ihr Bild „Genesis der Künste“ zog viele bewundernde Betrachter an. Foto: Hettenhausen

Bad Hersfeld. Eine Ausstellung der Schlitzer Malerin Erika Helbich wurde am Sonntag im Dachgeschoss des Hersfelder Museums im Stift eröffnet. „Dachgeschoss ist eigentlich kein toller Name für den schönsten Ausstellungsraum der Stadt, in dem solche Werke optimal zur Geltung kommen“, sagte Stadträtin Birgit zum Winkel zur Vernissage, die Christian Georg musikalisch auf dem Klavier umrahmte.

Unverwechselbarer Stil

Die 50. Einzelausstellung der Künstlerin mit dem Titel „West Side Story und Anderes“ zeigt 36 Werke aus den Jahren 1973 bis heute und damit ihre Vielseitigkeit. Helbich hat die besondere Gabe, Töne als Farben zu sehen. Ihre Bilder haben dadurch einen unverwechselbaren Stil, deren enorme Aussagekraft den Betrachter fasziniert. „Ich möchte meinen inneren Empfindungen Gestalt geben, wobei ich Objekte nicht wiedergebe, wie sie sich mir darstellen, sondern wie sie sich selbst im Bild verwirklichen“, formulierte Helbich ihre künstlerische Intention. Dies gelinge ihr „stilistisch unbeirrt und unorthodox“, stellte Karin von Baumbach, die die Eröffnungsrede hielt, fest. Schwerpunktmäßig sind die künstlerischen Begabungen des Menschen das Thema der Exponate, wobei das Bild „Genesis der Künste“ daran erinnert, dass sie nicht sein persönliches Verdienst, sondern ein Geschenk der Natur sind.

Zum Rendezvous der Talente, zu denen sich unter anderem ein linkshändiger Cellist ebenso eingefunden hat wie der Zauberlehrling von Goethe, kommen als Referenz an die Festspiele in der Stiftsruine neben dem verführerischen Flamenco der „Carmen“ der acht Einzelarbeiten umfassende West Side-Story-Zyklus sowie die große Balkonszene mit Tony und Maria hinzu.

„Die Leichtigkeit, Anmut, Magie und Melancholie der Bilder laden den Betrachter dazu ein, sich das kleine Einmaleins der sinnlichen Erfahrung der Farbe auf einem Malgrund beibringen zu lassen“, fasste Karin von Baumbach zusammen.

Die Ausstellung ist bis zum 12. August während der Öffnungszeiten des Museums täglich von 10 bis 12, 15 bis 17 und 19 bis 20.45 Uhr zu besichtigen.

Von Vera Hettenhausen

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