Veranstaltung „Willkommen bei uns“ informiert und stellt Hilfsangebot vor

Werben für Integration

Bunt statt braun – so heißt das Bündnis gleichen Namens die Flüchtlinge im Kreis willkommen.

Bad Hersfeld. Unter dem Motto „Willkommen bei uns!“ laden der Ausländerbeirat Bad Hersfeld und das Bündnis „bunt statt braun“ zu einer Veranstaltung in der Stadthalle Bad Hersfeld ein.

Am Mittwoch, 16. September, bietet dort ab 17 Uhr ein „Markt der Möglichkeiten“ vielfältige Anknüpfungspunkte für Menschen, die sich informieren, gegebenenfalls engagieren wollen oder selbst Hilfe benötigen. An Informationsständen zahlreicher Initiativen, Organisationen und Einrichtungen aus Nord- und Osthessen stehen im Foyer der Stadthalle Ansprechpartner zur Verfügung.

Ab 19 Uhr wird in einer Informationsveranstaltung das Thema „Flucht und Zuflucht“ behandelt. In Kurzreferaten greifen Fachleute aus Politik, Verwaltung und Organisationen Bürgerfragen auf. Darunter finden sich Eugen Deterding von der Diakonie Hessen, Antonia Rösner und Frank Hildebrand von der Kreisverwaltung, Dr. Michael Koch, der Landrat des Kreises Hersfeld Rotenburg, Ali Al Dailami, Mitglied des Parteivorstandes und migrationspolitischer Sprecher der Partei Die Linke sowie Christian Grunwald, der Bürgermeister von Rotenburg.

Fragen per E-Mail stellen

Eingangs hält Christian Hendrichs, Vorstand des Hessischen Flüchtlingsrats, einen Impulsvortrag. Interessierte haben die Möglichkeit, ihre Fragen an das Podium per E-Mail an folgende Adresse zu richten: info@buntstattbraun-hef-rof.de

Von der konkreten Situation in den Herkunftsländern der Flüchtlinge, den Ankunftsländern in Südeuropa über den zentralen Sammelunterkünften bis zur Unterbringung vor Ort in Flüchtlingswohnheimen werden die Fachleute in der Stadthalle ihre Eindrücke und Erkenntnisse teilen. „Ziel ist es, mit der Veranstaltung nicht nur dem sicherlich großen Informationsbedürfnis der Einheimischen sachlich und fundiert zu begegnen, vielmehr wird für Integration, öffentliche und ganz konkrete private Hilfsmaßnahmen geworben“, erläutert Timo Schadt, Sprecher von „bunt statt braun“. Bestehendes Engagement solle gestärkt und neues freigesetzt werden.

Wollen ein Zeichen setzen

„Nicht zuletzt möchten wir mit der Veranstaltung ein Zeichen setzen, dass Menschen in Not tatsächlich willkommen sind und sich nicht allein gelassen fühlen müssen, in einem fremden Land unter vollkommen neuen Lebensumständen“, erklärt Timo Schadt weiter. „Vorurteile abbauen, Gemeinsamkeiten suchen und in gegenseitiger Akzeptanz und Toleranz der größten Flüchtlingsbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg realistisch ins Auge blicken – das sind Vorsätze der Veranstalter.“ Der Eintritt ist frei. (red/zac)

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