Fraktionschef weist Vorwürfe zurück

Wennemuth: Bock sitzt im Glashaus

Bernd Wennemuth

Bad Hersfeld. Mit der Feststellung „Wer im Glashaus sitzt, sollte vorsichtig mit dem Schotter umgehen“, reagiert der Vorsitzende der Stadtverordnetenfraktion von SPD, Grünen und FWG, Bernd Wennemuth, auf die Forderung von NBL-Fraktionschef Michael Bock. Der hatte in einer Anfrage an den Magistrat die Offenlegung der Bezüge der Mitglieder in den Geschäftsführungen und Aufsichtsräten der städtischen Gesellschaften gefordert (unsere Zeitung berichtete).

„Herr Bock war von 1991 bis 1997 Kämmerer der Kreisstadt Bad Hersfeld. Für diese sechs Jahre Arbeit hat er bis 2012 Versorgungsbezüge von weit über 600 000 Euro erhalten,“ heißt es in einer Presseerklärung der Fraktion.

Jedem normalen Arbeitnehmer dürfte bei diesen Zahlen schwindlig werden, meint Wennemuth. Derselbe Herr Bock versuche nun, die ehrenamtlich Tätigen wegen 30 Euro Sitzungsgeld, das noch dazu versteuert werde zu diffamieren, beklagt der SPD-Politiker. „Nur Freiberufler wie Herr Bock und Selbständige können mehr als 30 Euro als Verdienstausfall geltend machen“, hält Wennemuth Bock vor.

Zudem sei die NBL in allen Gremien vertreten, doch keines ihrer Mitglieder habe bisher Sitzungsgelder an die Stadt zurückgezahlt, heißt es in der Erklärung weiter. Wennemuth: „Die NBL langt also ungeniert zu.“

Alles kein Geheimnis

Die Aufwandsentschädigungen aller Stadtverordneten seien kein Geheimnis, die Besetzung der städtischen Gremien nach Recht und Gesetz und nach Mehrheitsverhältnissen erfolgt, fährt Wennemuth fort und stellt abschließend fest: „Ich weise Herrn Bocks Unterstellungen und Diffamierungen auf das Schärfste zurück!“

(red/ks)

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