Ein Jahr Freiheitsstrafe für US-Amerikaner

Wenn Drogen alltäglich werden

Bad Hersfeld. Wegen der Abgabe von Drogen an einen Minderjährigen und zwei Erwachsene sowie wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln verurteilte das Schöffengericht am Bad Hersfelder Amtsgericht gestern einen 38 Jahre alten US-Amerikaner zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr.

In der Wohnung des in Bad Hersfeld lebenden Staplerfahrers waren Drogen zur Alltäglichkeit geworden. Die Ermittlungen der örtlichen Polizei deuteten auf einen schwunghaften Handel und gedankenlosen Konsum hin. Auch seinen damals erst 16-jährigen Sohn soll der Amerikaner im vergangenen Jahr mit Stoff versorgt haben.

Nachzuweisen waren waren dem Ex-Soldaten nach zwei Verhandlungstagen jedoch nur vier der fünf Anklagepunkte, die Drogenabgabe an den Sohn aber nicht.

Dazu waren die Angaben der meisten Zeugen zu schwammig. Der Vorsitzende des Schöffengerichts, Richter Michael Krusche, nahm das Auftreten der Bekannten des Amerikaners zum Anlass, vor den Auswirkungen auch sogenannter weicher Drogen auf die Psyche gerade junger Menschen zu warnen.

Eine Strafaussetzung zur Bewährung versagte das Gericht dem zu den Vorwürfen schweigenden und zudem einschlägig vorbestraften Hersfelder. (ks)

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