Verkehrsbericht 2009 des Polizeipräsidiums

Weniger Unfälle, weniger Tote

Hersfeld-Rotenburg. Auf den Straßen in den drei osthessischen Landkreisen Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg kamen 2008 noch 44 Menschen ums Leben, 2009 waren es 40 Opfer. Es ereigneten sich im abgelaufenen Jahr insgesamt 11 160 Unfälle. Im Vorjahr waren es 615 Unfälle mehr, was einem Rückgang von 5,2 Prozent entspricht. Das teilte das Polizeipräsidium Osthessen mit.

Polizeipräsident Eckhard Sauer betonte bei der Vorstellung des Verkehrsberichts 2009, dass die Zahl der Verkehrstoten in den letzen Jahren kontinuierlich zurückgegangen ist und sich, verglichen mit dem Jahr 2000, von damals 80 Unfallopfern halbiert habe.

Mehr Schwerverletzte

Nach einem im Verkehrsbericht 2008 verzeichneten historischen Tief sind die Unfälle mit Schwerverletzten im vergangenen Jahr allerdings insgesamt um 39 Unfälle auf 485 Verkehrsunfälle angestiegen. Gegegenüber 2008 wurden 51 Menschen mehr schwer verletzt als im Vorjahr. Fast 19 Prozent der Unfallverursacher waren Fahranfänger bis 25 Jahre.

Als Ergebnis verstärkter Kontrollen bewertet Polizeipräsident Sauer, dass Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war, um 15,5 Prozent (54 Unfälle) auf 294 Verkehrsunfälle gesunken sind. Die Anzahl hierbei getöteter Menschen sei mehr als halbiert worden. Die Anzahl der Alkoholunfälle mit Leichtverletzten ging um 21 auf 90 zurück und die Zahl der Unfälle mit Schwerverletzten sogar um 35 auf 54 Unfälle zurück.

Dagegen haben Unfälle unter Einfluss von Drogen um fünf auf 20 Unfälle zugenommen. Intensive Schulungen der Polizeibeamten und gründliche Überprüfungen führten in zahlreichen Fällen dazu, dass der Drogenkonsum festgestellt und nachgewiesen werden konnte.

Polizeipräsident Sauer, der 2009 in den Landkreisen Fulda und Hersfeld-Rotenburg mit der Erprobung von Wildwarnreflektoren ein Pilotprojekt zur Reduzierung von Wildunfällen startete, konnte für Osthessen insgesamt einen Rückgang um 20 Prozent auf 1882 Wildunfälle vermelden.

Unfallursachen

An der Spitze der Unfallursachen steht mit einem Anteil von 18 Prozent zu geringer Abstand, an zweiter Stelle nicht angepasste Geschwindigkeit.

Der Gesamtschaden aller osthessischen Verkehrsunfälle im Jahr 2009 wird auf 43 Millionen Euro und die so genannten Verunglücktenkosten werden auf etwa 105 Millionen Euro geschätzt. (ank)

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