Verkehrsbilanz 2011 im Landkreis: Wieder sieben Tote

Weniger Unfälle, aber mehr Schwerverletzte

Hersfeld-Rotenburg. Keine Entwarnung im Verkehrsgeschehen des Landkreises: Das ist das Ergebnis der Polizeistatistik für das Jahr 2011, die gestern Kriminaloberrat Peter Willhardt als stellvertretender Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg offiziell vorstellte.

Mit 2429 Unfällen in 2011 hat sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr zwar um 171 Ereignisse oder 6,6 Prozent verringert. Ein positiver Trend, der die Polizei im Landkreis mit Stolz erfüllt. Weil sich landesweit die Unfallhäufigkeit kaum verändert hat.

Dafür stieg jedoch die Zahl der Menschen, die dabei schwer verletzt wurden, um 14 auf 125, was einen Anstieg um 12,6 Prozent bedeutet. Sieben Menschen verloren auf den Straßen im Landkreis ihr Leben. Auch hierbei ist die Zahl im Vergleich zu 2010 konstant geblieben.

Als besonders gefährliche Strecke hat sich dabei erneut die Bundesstraße 27 zwischen Bebra und Cornberg erwiesen, wie Joachim Stransky, der Leiter der Polizeistation Rotenburg, feststellen musste.

Auch auf den heimischen Autobahnen hat sich nach historischen Höchstmarken die Lage etwas beruhigt. Die Polizeiautobahnstation Bad Hersfeld nahm 171 Unfälle weniger auf, eine Abnahme um acht Prozent.

Fünf Menschen kamen auf den heimischen Autobahnen in 2011 ums Leben. 60 Menschen wurden schwer verletzt, 279 kamen mit leichteren Blessuren davon, wie Dienststellenleiter Jürgen Jakubowski berichtete. Rund 2600 Unfälle auf den osthessischen Autobahnen bedeuten einen Rückgang um zehn Prozent, so Polizeirat Herbert Bensing.

Besondere Sorge bereitet der Verkehrspolizei die Gruppe der jüngeren Verkehrsteilnehmer im Alter von 18 bis 25 Jahren, die in 32 Fällen in Unfälle verwickelt waren. Das sind zwar nur sechs Fälle mehr als 2010. Dennoch ergibt das eine prozentuale Steigerung um 14 Prozent. ZUM TAGE, HINTERGRUND

Von Kurt Hornickel

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