Fremdenverkehrsstatistik weist Minus im Landkreis aus

Weniger Touristen – nur in Hersfeld nicht

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Hersfeld-Rotenburg. Der Tourismus im Landkreis Hersfeld-Rotenburg hat in den ersten fünf Monaten dieses Jahres eine empfindliche Einbuße hinnehmen müssen – nur die Kreisstadt Bad Hersfeld nicht. Um 4,1 Prozent ist die Zahl der Übernachtungen im Zeitraum Januar bis Mai nach Angaben des Hessischen Statistischen Landesamtes gesunken. Insgesamt wurden für die Beherbergungsbetriebe zwischen Alheim und Wildeck 395 853 Übernachtungen gezählt.

Gegen den Trend verlief das Geschäft mit dem Fremdenverkehr allerdings in Bad Hersfeld: 129 473 Übernachtungen bedeuteten gegenüber dem Vorjahr für diesen Zeitraum einen Zuwachs von 5,6 Prozent. Auch die durchschnittliche Verweildauer lag in der Kreisstadt mit 3,6 Tagen über dem Mittelwert von drei Tagen für den gesamten Landkreis.

„Starke Zahlen brachten insbesondere die Monate Februar und März, was unter anderem auf Wellness-Gäste und das wichtige Geschäftsreisende- beziehungsweise Tagungsgeschäft zurückzuführen ist“, freut sich Kurdirektor Christian Mayer. Auch der Radtourismus, gerade entlang des Fuldaradweges R1 mit Bad Hersfeld als Etappen- und Übernachtungsziel, habe deutlich angezogen.

Die Nachbarstadt Rotenburg bleibt mit 142 477 Übernachtungen zwar Spitzenreiter im Kreis, verzeichnet jedoch einen Rückgang von 10,3 Prozent. Kerstin Schulz, Leiterin der örtlichen Tourist-Information, hat dafür keine einleuchtende Erklärung: Zwar habe ein Betrieb schließen müssen, doch von mehreren Vermietern habe sie Erfreuliches berichtet bekommen. Auch sei die Zahl der Besucher in der Tourist-Information im Mai dieses Jahres doppelt so hoch gewesen wie im Mai 2014.

Das touristische Rotenburg setzt laut Schulz weiter auf den „unglaublichen Boom“ beim Rad-Tourismus und entwickelt neue Ideen für Stadtführungen. Von Karl Schönholtz

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