670 sind 2012 „geflüchtet“ – Wildunfälle haben zugenommen

Weniger Tote bei mehr Unfällen im Landkreis

Hersfeld-Rotenburg. 2550 Verkehrsunfälle sind 2012 im Landreis Hersfeld-Rotenburg registriert worden. Das sind 120 mehr als 2011 und widerspricht dem „Trend“ für ganz Osthessen. Vier Unfall-Tote im vergangenen Jahr stellen allerdings im Langzeitvergleich einen Tiefstand dar. Diese Zahlen liefert der Verkehrsbericht 2012 für den Kreis, der gestern offiziell vorgestellt wurde.

Deutlich gesunken ist die Anzahl der Unfälle mit Schwerverletzten etwa in der Risikogruppe junger Verkehrsteilnehmer zwischen 18 und 24 Jahren, und zwar von 32 auf 17 Fälle. Die Entwicklung bei den Unfällen unter Alkohol- und beziehungsweise Drogeneinfluss ist mit 77 Fällen fast gleichgeblieben.

„Hinter jedem Unfall stecken Geschichten und Belastungen“, so Alfons G. Hoff, Präsident des Polizeipräsidiums Osthessen für die drei Kreise Fulda, Hersfeld-Rotenburg und Vogelsberg.

Verkehrsunfälle dürften deshalb nicht einfach hingenommen werden, die Verkehrsstatistik sei nicht weniger wichtig als die Kriminalitätsstatistik. Mit Präventions-Projekten und regelmäßigen Kontrollen will die Polizei die Sicherheit auf den Straßen erhöhen. In ganz Osthessen gab es 2012 weniger Unfälle als in 2011, es wurden auch weniger Personen bei Unfällen verletzt. Die Hauptursachen bei schweren Unfällen sind überall und nach wie vor nicht angepasste Geschwindigkeit und fehlender Sicherheitsabstand.

Unerfreulich sind laut Klaus Wittich, Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg, die vielen Unfallfluchten, 670 waren es im vergangenen Jahr. Das sind 89 mehr als noch 2011. Osthessenweit ging die Zahl zurück. 42 Prozent der Fälle würden immerhin aufgeklärt, so Wittich.

Zugenommen haben auch die Wildunfälle. 548 Zusammenstöße mit Wildtieren waren es im vergangenen Jahr, 40 Fälle mehr als im Vergleich zum Vorjahr. Seite 2, Hintergrund, Zum Tage,

Von Nadine Maaz

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