Bilanz der Jugendstrafverfahren beim Amtsgericht

Weniger Taten, aber schwerere Delikte

bad hersfeld. Die Zahl der Jugendstrafverfahren am Amtsgericht Bad Hersfeld hat sich im Jahr 2009 rückläufig entwickelt. Doch bei den schwereren Delikten wie Körperverletzungen oder Drogensachen geht der Trend nach oben. Dies teilten jetzt Amstgerichtsdirektor Hermann Eimer und Jugendrichter Dr. Rolf Schwarz auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Von der Staatsanwaltschaft Fulda wurden in diesem Jahr 161 neue Anklagen erhoben, das sind 19 weniger als 2008. Bei den leichteren Straftaten, für deren Bearbeitung der Einzelrichter zuständig ist, sank die Zahl der neuen Verfahren binnen Jahresfrist von 154 auf 124. Gleichzeitig erhöhten sich aber die Anklagen beim Jugendschöffengericht von 26 auf 37. Unter den Jugendlichen und Heranwachsenden, mit denen sich das Schöffengericht befassen muss, befindet sich eine kleine Zahl von Intensivtätern, die wiederholt auffällig werden und dabei auch schwere Straftaten begehen.

Das Gericht ist bemüht, bei diesem Täterkreis den Zeitraum zwischen Anklageerhebung und mündlicher Verhandlung möglichst kurz zu halten. Wegen des starken Anstiegs der Schöffengerichtsverfahren sei dies im laufenden Jahr allerings nicht immer möglich gewesen, räumte Direktor Eimer ein.

Beim Einzelrichter werden die Verfahren hingegen schon jetzt sehr zügig terminiert. (red/ks)

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