Kriminalität im Kreis stagniert – Hohe Aufklärungsquote

Weniger Gewalttaten, mehr Diebstähle

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Hersfeld-Rotenburg. Die Zahl der Verbrechen im Kreis Hersfeld-Rotenburg lag 2013 auf dem Niveau des Vorjahres. 6350 Delikte zählte das Polizeipräsidium Osthessen im Landkreis. Während der Trend in fast allen Straftatbereichen rückläufig war, hat einzig die Zahl der Diebstähle dramatisch zugenommen.

Stolz ist Polizeipräsident Alfons G. Hoff auf die hohe Aufklärungsquote, die hessenweit spitze ist. Fast zwei von drei Straftaten (61,9 Prozent) wurden im vergangenen Jahr im Landkreis aufgeklärt. „Das sind hervorragende Zahlen“, sagte Hoff bei der Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik. Mit 62 Prozent hat das Präsidium Osthessen hessenweit die beste Aufklärungsquote. Dafür macht Hoff auch viele und gute Hinweise aus der Bevölkerung verantwortlich: „Ohne das wären unsere Zahlen nicht so gut.“

In fast allen Kriminalitätsbereichen waren die Fallzahlen rückläufig, sagte der Chef der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg, Klaus Wittich. Einziger Wermutstropfen sind die Diebstähle. Die Zahl der schweren Diebstähle, darunter 133 Wohnungseinbrüche, ist von 607 auf 861 dramatisch gestiegen.

Diese Entwicklung geht nach Angaben des Leiters der regionalen Kriminalinspektion, Dieter Willhardt, vor allem auf das Konto von zwei lokalen Diebesbanden. Sie haben 2013 annähernd 240 Straftaten verübt. Mit einem gemeinsamen Einsatz verschiedener Einheiten wurden beide Banden inzwischen aber geschnappt (wir berichteten).

Rückläufig war die Zahl der Gewaltverbrechen, die binnen fünf Jahren von 237 auf 207 gesunken ist. Trotz mehrerer Tötungsdelikte sei die Entwicklung mit der in anderen Kreisen vergleichbar, sagt Wittich. Er weist vor allem darauf hin, dass alle Straftaten gegen das Leben zügig aufgeklärt wurden. Da es sich ausschließlich um Beziehungstaten handelte, gehe jede Präventionsarbeit ins Leere. Zum Tage,

Hintergrund, Seite 2

Von Marcus Janz

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