Weiter keine Unterbringung in Turnhallen oder Bürgerhäusern

Weniger Flüchtlinge für Kreis als erwartet

Hersfeld-Rotenburg. Der Kreis Hersfeld-Rotenburg muss dieses Jahr nicht so viele Flüchtlinge aufnehmen wie angenommen. Selbst mit einer Zuweisung Anfang Januar werden weniger als 700 Asylbewerber nach Waldhessen gekommen sein, nicht die erwarteten tausend.

Somit können laut Kreissprecher Dirk Herrmann alle Ankömmlinge weiter in Wohnungen untergebracht werden. Der Kreis müsse nicht auf Turnhallen oder Bürgerhäuser zurückgreifen. Derzeit seien 99 Wohnungen im ganzen Kreisgebiet mit Flüchtlingen belegt, ab 1. Januar stünden zehn weitere zur Verfügung.

Nach der Ankunft verbringen Asylbewerber mehrere Tage im ehemaligen Sportgasthof Ransbach. Da zuvor nur Name, Alter und Herkunftsland bekannt sind, könnten die Mitarbeiter des Fachdienstes Migration die Asylbewerber dort besser kennenlernen, um sie dann auf Wohnungen zu verteilen.

So ließen sich Probleme vermeiden, sagt Herrmann, damit etwa ein gehbehinderter Flüchtling nicht in einer Dachgeschosswohnung untergebracht wird. „Das hat sich bewährt und hilft bei der weiteren Integration“, sagt Herrmann. Bisher seien keine nennenswerte Probleme bekannt geworden, weder in den Wohnungen noch in Ransbach.

Ausgenommen von dieser Regelung sind Notunterkünfte, die die Erstaufnahmen des Landes entlasten sollen und wo die Flüchtlinge nur wenige Tage bleiben. Im ehemaligen Herkules-Markt in Bad Hersfeld sind aktuell 175 Menschen untergebracht, darunter 71 Kinder und vier Säuglinge. Am heutigen Montag wird der DRK-Kreisverband Hersfeld offiziell den Betrieb der Einrichtung übernehmen.

Der Kreis sucht weiter eine zweite Notunterkunft Nach Informationen unserer Zeitung stehen die Verhandlungen über die Anmietung des ehemaligen Toom-Baumarkts in Bebra unmittelbar vor dem Abschluss. (mcj)

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